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NWZonline.de Nachrichten Kultur

MUSIK: Der Duft der großen, weiten Welt

17.03.2006

OLDENBURG OLDENBURG - Bitte legen Sie sich jetzt eine Augenbinde an. Die CD läuft bereits, wir können mit dem Ratespiel beginnen. Aus welchem Land stammt diese Künstlerin?

Munter klappert eine spanische Gitarre los, angefeuert von einer nordafrikanischen Tabla. Eine dunkle Stimme stimmt eine indische Melodie an, im Hintergrund summt die Karibik mit. Zwei, drei Akkorde erinnern an Joan Baez oder Joni Mitchell, und dann wirft der Tonmann das elektronische Mixgerät an.

Souad Massi, Jahrgang 1972, stammt aus Algerien, aber das errät nur, wer sie bereits kennt. 1999 verließ sie ihre arabische Heimat, um in Frankreich berühmt zu werden, doch auch das hört man ihrer Musik nicht an. Höflich lehnt sie den Vergleich mit Joan Baez und Joni Mitchell ab, denn der sei „eher einengend für meine musikalische Sicht der Dinge, die doch viel weiter gefasst ist“. Und deshalb steht man da vor ihrer aktuellen CD und hat nichts anderes in der Hand als den abgenutzten Begriff „Weltmusik“.

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„Mesk Elil“ heißt die dritte und neueste Platte von Souad Massi, „Honeysuckle“. Auf Deutsch heißt das „Geißblatt“; gemeint ist jene Pflanze, deren Blüten nach Sonnenuntergang einen betörenden Duft verströmen. Soaud Massi hat ihn oft gerochen, diesen Duft, damals in Algerien. Auf „Honeysuckle“ setzt sie ihrer politisch zerrütteten Heimat nun ein gereimtes Denkmal.

In ihrer Jugend spielte sie auf ihrer Gitarre Flamenco. Später sang sie in einer Hardrockband. Die Musik des indischen Films, in Algerien ganz groß, mischte sich in ihrem Ohr mit der des Maghreb. Sie hörte Pop und Folk, und das hat sie nun davon: „Honeysuckle“, eine CD voller wunderbarer Balladen, die den Geißblatt-Duft Arabiens atmen, aber immer auch den der großen, weiten Welt.

In Frankreich ist die dunkelhaarige Schönheit längst ein Star, der große Konzerthallen füllt. Jetzt kommt sie nach Deutschland, und ein Konzert führt sie auch nach Oldenburg. Bitte legen Sie sich dort auf keinen Fall Ihre Augenbinde an. Sie könnten etwas verpassen.

Karsten Krogmann Redakteur / Reportage-Redaktion
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