Hude - Harte Gitarrenriffs und kehlige Schreie der Sänger dröhnen durch den Raum, tiefe Bässe lassen den Huder Kulturhof wackeln. Fünf junge Bands gaben am Sonnabend auf der Bühne alles, um rund 200 Metal-Fans vor der Bühne zum Grooven, Pogen und Headbangen zu bringen. Mit Erfolg, denn die Stimmung beim ersten Huder „Springsane“-Festival, zu Deutsch etwa „frühlingsverrückt“, ließ sich durchaus mit der auf großen Rock- und Metal-Festivals vergleichen.

„Solid Fuel“ eröffneten das Festival und legten gleich richtig los. Tim Conrad (Gesang), Marcus Keller und Frank Schneider (beide Gitarre), Thomas Flömer (Bass), Kai Pawlowski (Keyboard) und Hendrik Hogräfe (Schlagzeug) rockten, was das Zeug hielt und die Boxen hergaben.

Während der ersten Umbaupause füllte sich der Kulturhof deutlich und die Gäste erwarteten ungeduldig den Auftritt von „Shut It Down“. Als Marcel (Gitarre), Julian (Schlagzeug), Timo (Bass), Gerrit (Gitarre) und Sängerin Tabby loslegten, gab es kein Halten mehr. „Wenn ihr es denen da oben zeigen wollt, müsst ihr jetzt so richtig abgehen“ – diese Aufforderung von Frontfrau Tabby ließ sich das Publikum nicht zweimal sagen.

Weiter ging es mit „Wolves at the Door“. Die fünf Jungs mit dem bedrohlichen Bandnamen erwiesen sich als fähige Musiker. Gefährlich wurden bei Jannik Schneider, Malte Latzel und Robyn Engelhardt (Gitarre), Rodney Fahrer (Bass) und Patrick Kuck (Schlagzeug) nur die Dezibel-Zahlen. Erfahrung auf der Kulturhof-Bühne brachten „Agosphere“ mit. Moritz Oesterlau (Gesang und Gitarre), Nils Lampen (Gitarre), Dennis Quednau (Bass) und Simon Raschen (Schlagzeug) animierten mit ihrer Mischung aus Groove- und Deathmetal zum Mitgrooven. Für krönenden Abschluss des Abends sorgte „Rising Insane“ mit Aaron Steineker (Gesang), Florian Köchy (Gitarre/Gesang), Helge Dannebaum (Gitarre), Ulf Hedenkamp (Bass) und Robert Kühling (Drums).

Der abschließende Applaus galt nicht nur ihrem musikalisch Können, sondern auch dem vorherigen Engagement. Schließlich hatten die Brüder Hedenkamp und Köchy das Festival organisiert – zum ersten Mal und in kompletter Eigenregie.

Mit Erfolg, wie sich zeigte: Eine Fortsetzung im nächsten Jahr ist geplant.