Ovelgönne - Der Maler Curt Querner steht im Mittelpunkt eines Vortragsabends, zu dem die Ländliche Erwachsenenbildung für Freitag, 10. April, in den „König von Griechenland“ in Ovelgönne einlädt. Ab 19.30 Uhr wird Reinhard Rakow aus Berne unter dem Titel „Der mit der Nessel posiert“ über den Maler referieren.
Seine Erfolglosigkeit wurde nur noch übertroffen von seiner Hartnäckigkeit: Curt Querner, ein Dix-Schüler, konnte über 50 Jahre von seiner Malerei nicht leben und blieb doch Maler. Weit über 4000 Werke hat er geschaffen. Erst in seinen letzten Lebensjahren kamen mit dem Kollwitz-Preis und dem Nationalpreis der DDR späte Ehrungen. Eines der berühmtesten Werke des wegen seiner Nähe zum Land „Bauern-Querner“ genannten Malers zeigt ihn selbst mit einer Brennessel in der Hand – Symbol seines unangepassten Wesens. Von dem legen auch seine Tagebücher Zeugnis ab, aus denen Rakow lesen wird.
Querner nannte sich selbst „einen Nachgeher des Gesehenen“. Er malte nur das, was er mit eigenen Augen sah: Porträts etwa der Bauern seines Dorfes, Akte der Mägde, Landschaften und Szenen aus der Landwirtschaft. „Die Menschen, das Drum und Dran eines Bauernhofes mit seinen schönen Farben, das hat noch keiner gut gemalt!“, schrieb er im Tagebuch und schwärmte von schwarzbunten Kühen, kräftigen Mägden und den markanten Gesichtern der Bauern.
Erst in seinen letzten Jahren wurden Konsequenz und Qualität seines Schaffens öffentlich gewürdigt. Schon vorher war der Sänger Wolf Biermann ein Bewunderer Querners, vor allem von dessen Aktmalerei.
Der Berner Autor und Maler Reinhard Rakow stellt den 1904 geborenen und 1976 verstorbenen Maler Curt Querner, seine Malerei und seine auch literarisch bemerkenswerten Tagebücher vor.
