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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Der Ritter auf dem Pappkarton

16.04.2007

OLDENBURG Ingo Putz führt Regie in dem Stück für Kinder ab zehn Jahren. Schwertkämpfe sorgen für Kurzweil.

Von Simone Wiegand OLDENBURG - Geschickt dreht Merlin (René Schack) sein blau leuchtendes Laserschwert in der Hand und beschreibt damit einen großen Bogen in der Luft. Man muss kein großer Fan der Kult-Sternensaga „Star Wars“ sein, um auf das neue Kinder- und Jugendstück „King A“ im Staatstheater zu fliegen. Regisseur Ingo Putz trifft den Nerv seiner jungen Zuschauer zielgenau. Mit unheimlich viel Witz, tollen Kampfchoreographien (einstudiert: Robert M. Schnöll) und dem nötigen Ernst gibt er jungen Leuten ein Gespür für Gerechtigkeit, das auch Erwachsenen die eine oder andere Gänsehaut über den Rücken jagt.

Am Anfang stehen fünf Schauspieler zwischen einem Haufen Umzugskartons auf der Bühne (verantwortlich: Steffen Lebjedzinski) der Exerzierhalle am Oldenburger Pferdemarkt. Vier Jungs und ein Mädchen, gekleidet in lässige Alltagsklamotten (Kostüme: Katharina Kromminga). Sie stellen sich vor, echte Ritter zu sein. „Ein echter Ritter ver-liert nie sein Gleichgewicht“, brüllt jetzt einer, packt zwei Kartons wackelig übereinan-der und steigt drauf. Sie schreien durcheinander, la-chen vergnügt, haben Spaß.

Dann ist plötzlich ein Schwert im Spiel. Es steckt in einem der vielen Kartons. Nun schubsen sie, rangeln, brüllen einander zu: „Du nicht!“

Auf der Empore über der Szene taucht Hochwürden mit Sonnenbrille im Rollstuhl auf. Verkündet, dass derjenige König sei, der das Schwert Excalibur aus dem Stein herauszieht. Das Lachen verebbt. Denn Artus (Sascha Grüb), dem das als einzigem gelingt, hat Schiss, zweifelt; er will gar nicht über andere herrschen. Artus will, wie langweilig, Gerechtigkeit für alle.

Sein Bruder Kai (Klaas Schramm) ist da viel cooler. Er provoziert gern Ärger und schwärzt Artus’ Frau Guinevere (Eva Maria Pichler) an, die sich in Ritter Lanzelot (Shenja Lacher) verliebt hat. Und zwar vor den Augen der Zuschauer, als Guinevere ihrem Liebsten die Augen verbindet und mit süßen Trauben füttert.

Vogelgezwitscher und ein Liebeslied auf der Gitarre stimmen zugegebenermaßen wohl mehr die Erwachsenen romantisch als die Mädchen und Jungen im Publikum. Die verzaubert dafür Merlin mit einer Rose aus dem Ärmel und anderen kleinen Zaubertricks.

Der unangefochtene Held dürfte aber Lanzelot an diesem herrlichen Frühlingstag sein: Ein „Superman“ – so steht es zumindest auf seinem T-Shirt.

Karten: 0441/22 25 111

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