Bösel - 60 Jahre Katholische Frauengemeinschaft (KFD) in Bösel – dieses „Diamantene Jubiläum“ feierten am Donnerstagabend rund 200 Gäste im Saal Hempen-Hagen. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete eine Messe, gefeiert von Präses Stefan Jasper-Bruns.

Der Pfarrer hielt im Saal Hempen-Hagen Rückschau auf die vergangenen Jahrzehnte. 1956, eine Zeit der Veränderung, tiefgreifender Umbrüche auch in der Kirche, ebenso wie heute wieder eine Zeit der Veränderung. Die demografische Entwicklung beschäftige Kirche wie Gesellschaft – und auch die Katholische Frauengemeinschaft. Wichtig sei in heutiger Zeit, die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Die KFD in Bösel sei „der Sauerteig im Mehltrog der Gemeinde“, so der Pfarrer. Sie sei auch kritisches Korrektiv zu Kirche und wolle immer mehr das Miteinander pflegen und entwickeln. Er wünsche „Elan, sich immer neu zu vernetzen“.

Bürgermeister Hermann Block überbrachte die Glückwünsche von Rat und Gemeinde und betonte etwa die Flüchtlingsarbeit, in der Gemeinde und KFD Hand in Hand arbeiteten. Frauen der KFD seien in vielen Gemeinschaften und Initiativen in der Gemeinde aktiv. Der Bürgermeister wünschte der Gruppe, dass sie weiter wachsen möge.

Mechthild Pille, Landesbeauftragte der KFD, betonte, die KFD sei deutschlandweit mit fast 500 000 Mitgliedern der größte Verband. Sie habe sich in vielen Bereichen stark gemacht und sei somit fast eine „Frauengewerkschaft“. Die KFD in Bösel sei gut aufgestellt. „Kommen Sie um Himmels willen weiter zusammen“, betonte die Landesbeauftragte.

Zum Geburtstag wird man ja eigentlich beschenkt. Die KFD beschenkte aber auch: Einen Scheck über 1000 Euro – der Erlös des Erntedank-Büffets – überreichte der Vorstand um Marianne Fennen an die Leitung des Kindergartens St. Raphael. KFD-Vorsitzende Marianne Fennen betonte, dass in den nächsten Jahren auch die übrigen Kindergärten bedacht werden sollen.

Im Anschluss blickte Marianne Fennen in einem launigen Diabild-Vortrag in die bewegte Geschichte der Katholischen Frauengemeinschaft Bösel.