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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Kino: Deutsche Schauspielprominenz am Lago Maggiore

13.07.2017

Locarno Der Spielfilm „Freiheit“ von Regisseur Jan Speckenbach wird im Wettbewerb des 70. Internationalen Filmfestivals von Locarno seine Weltpremiere feiern. Johanna Wokalek („Die Päpstin“) spielt eine junge Mutter, die Mann und Kinder verlässt, um ihre persönliche Freiheit zu finden. Das formal ungewöhnliche Familiendrama bewirbt sich neben 17 anderen Spiel- und Dokumentarfilmen aus aller Welt um den begehrten Goldenen Leoparden, den Hauptpreis des Filmfestivals in der Schweiz.

Vom 2. bis 12. August zeigt das Filmfestival in seiner Jubiläumsausgabe in verschiedenen Sektionen fast 300 Filme. Aus Deutschland kommen neben Johanna Wokalek auch die Schauspieler Jürgen Vogel („Quellen des Lebens“) und Alexander Fehling („Wer wenn nicht wir“). Sie zeigen ihre neuen Filme bei den abendlichen Freiluftaufführungen auf der Piazza Grande außerhalb aller Wettbewerbe.

Jürgen Vogel spielt in „Iceman“ (Regie: Felix Randau; deutscher Titel: „Der Mann aus dem Eis“) den als Ötzi bekannt gewordenen Mann, dessen mumifizierte Leiche 1991 nach mehr als 5000 Jahren aus dem Eis der Ötztaler Alpen in Südtirol geborgen wurde. Alexander Fehling verkörpert in „Drei Zinnen“ (Regie: Jan Zabeil) einen Vater, der um die Zuneigung seines Sohnes kämpft.

Beide Filme haben die Chance, den für einen im Piazza-Programm gezeigten Film vergebenen Publikumspreis zu gewinnen. Er gilt nach dem Goldenen Leoparden als der begehrteste des Festivals am Lago Maggiore, das zu den wichtigsten europäischen Filmfesten hinter Cannes, Venedig und Berlin zählt.

Leiter Carlo Chatrian setzt auffallend auf die Anziehungskraft großer Namen. Auch Hollywood-Stars wie Charlize Theron, Noomi Rapace, Glenn Close und Willem Dafoe sollen für Glanz sorgen. Erste Preisträger stehen bereits fest: So geht der „Leopard Club Award“ an den US- Schauspieler Adrien Brody („Der Pianist“). Die in den vergangenen Jahren überwiegend in Frankreich arbeitende deutsche Schauspielerin Nastassja Kinski („Paris, Texas“) wird mit einer Hommage geehrt.

Chatrian betonte bei der Präsentation des Programms am Mittwoch in Bern, dass es ihm darauf ankomme, dem Publikum die Vielfalt des modernen Kinos zu präsentieren. Kontinuität und Innovation sind dabei für ihn die entscheidenden Stichworte.


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