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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Deutsche Studiengänge nur auf Englisch

04.09.2015

Dortmund Mit großem Vorsprung haben die Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache jetzt Professor Dr. Wolfgang A. Herrmann, den Präsidenten der TU München, zum Sprachpanscher des Jahres 2015 gewählt. Damit protestieren sie gegen Herrmanns Pläne, fast alle Masterstudiengänge an der Münchener TU demnächst nur noch auf Englisch anzubieten.

„Mit diesem Kotau vor dem angelsächsischen Kultur- und Wissenschaftsbetrieb fällt Herrmann allen Bestrebungen in den Rücken, das Deutsche als ernstzunehmende Wissenschaftssprache am Leben zu erhalten“, begründete VDS-Vorsitzender Walter Krämer diese Wahl.

Zweiter bei der diesjährigen Wahl zum Sprachpanscher des Jahres wurde der Deutsche Leichtathletikverband. Er ließ seine Athleten als einzige Dachorganisation des Deutschen Olympischen Sportbundes bei den Olympischen Spielen in London 2012 in „Germany-“ statt „Deutschland“-Trikots auflaufen und wiederholte diese, so der Verein, „kulturelle Selbsterniedrigung“ bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau 2013 und Peking 2015.

Der Titel „Sprachpanscher des Jahres“ wird seit 1998 vergeben. Er steht für das unnötige Verdrängen eingeführter deutscher Begriffe durch Importe aus dem angelsächsischen Ausland sowie für die Demontage des Deutschen als Sprache von Kultur und Wissenschaft ganz allgemein.

Bekannte Sprachpanscher der Vergangenheit sind die Firma Karstadt (Sprachpanscher des Jahres 2012), René Obermann (Deutsche Telekom 2011), Hartmut Mehdorn (Deutsche Bahn 2007) oder Klaus Zumwinkel (Deutsche Post 2005). Im vergangenen Jahr gewann Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen diesen Titel; sie hatte es vorgezogen, ihre Ansprache auf der Münchener Nato-Sicherheitskonferenz trotz der Anwesenheit von Simultandolmetschern auf Englisch vorzutragen.


Infos unter   www.vds-ev.de 
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