Prag - Das im tschechischen Aussig (Usti) geplante Museum zu Geschichte und Kultur der Deutschen in Böhmen steht vor einer unsicheren Zukunft. Gut einen Monat nach der Entlassung der Initiatorin des Projekts, Blanka Mouralova, ist noch immer unklar, wer die Arbeiten zu Ende führen soll.

Die Ausstellungsstücke sind vorhanden – was immer noch fehlt, ist die Präsentation in 20 Themenräumen. Die Eröffnung der Dauerausstellung „Unsere Deutschen“, die 2,2 Millionen Euro kosten und durch acht Jahrhunderte führen soll, war bislang für 2018 geplant.

Das Projekt gilt als wichtiges Zeichen der Aussöhnung nach der Vertreibung der Deutschen im Zuge des Zweiten Weltkriegs. Rund drei Millionen Menschen hatten die damalige Tschechoslowakei aufgrund der sogenannten Benes-Dekrete verlassen müssen.