Harpstedt - Die Diakonie Himmelsthür verabschiedet sich immer mehr von ihren großen Wohnanlagen in Wildeshausen und baut in verschiedenen Gemeinden des Landkreises Häuser, in denen Menschen mit Behinderung – oder Assistenzbedarf – so der Sprachgebrauch der Diakonie, in kleineren Gruppen mit der Betreuung wohnen können, die sie brauchen.

Nach der Realisierung der ersten Projekte im Ort Sandkrug in der Gemeinde Hatten sollen bald auch in Harpstedt derartige Wohnungen entstehen. Im September 2013 hatte die Diakonie ihre Vorstellungen erstmals im Umwelt- und Planungsausschuss vorgestellt, damals noch ohne konkrete Vorstellungen, wo das Wohnprojekt entstehen könnte.

Inzwischen sind die Pläne deutlich konkreter: Die Diakonie hat ein Grundstück an der Mullstraße erworben, einige Wirtschaftsgebäude auf dem Gelände sind bereits abgerissen worden. Mit einem schnellen Baubeginn rechnet Henning Baden, Kundenmanager der Diakonie Himmelsthür für die Wohnangebote im Landkreis und in Delmenhorst, nicht. „Von 2015 zu sprechen ist schon sehr optimistisch“, sagt er angesichts gerade erst gestellter Förderanträge.

Die neuen Wohnanlagen sollen Platz bieten für Menschen mit einer geistigen Behinderung und mit hohem körperlichen Unterstützungsbedarf – etwa Rollstuhlfahrer. Die Wohnung würden barrierefrei gestaltet und zum Beispiel mit Pflegebädern ausgestattet, erläuterte Baden im Gespräch.

Aber bis dahin wird noch einige Zeit vergehen. Das gibt der Diakonie auch Gelegenheit, die künftigen Nachbarn über die Planungen zu informieren. In Sandkrug hatte die Diakonie in einigen Nachbarschaften deutliche Ablehnung für ihre Pläne erfahren.

Die Wohnangebote in Sandkrug sind allerdings zwischenzeitlich nahezu voll ausgelastet, berichtet Baden. Im September oder Oktober sollen die ersten Bewohner in das letzte dort im Bau befindliche Projekt einziehen.

Auf dem Areal der Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen wird unterdessen nach und nach die Wohnnutzung für die verschiedenen Gebäude beendet. „Als nächstes werden wir im Haus Friesland und im Haus Cloppenburg die Wohnnutzung beenden“, so Baden.