Santiago De Chile - Der chilenische Literatur-Nobelpreisträger Pablo Neruda (1904–1973) ist eines natürlichen Todes gestorben. Ein internationales Forensiker-Team hat jetzt den Verdacht auf eine Vergiftung ausgeschlossen, wie am Freitag der Direktor des Gerichtsmedizinischen Instituts Chiles (SML) in Santiago de Chile mitteilte. Die Experten aus den USA, Spanien und Chile stellten fest, dass der Dichter an den Folgen seiner Prostatakrebs-Erkrankung starb.
In den Gewebeproben seien „keinerlei chemische Substanzen aufgefunden worden“, die nicht der Krebsbehandlung zuzuschreiben seien, sagte SML-Leiter Patricio Bustos. Der Kommunist Neruda war am 23. September 1973 in der chilenischen Hauptstadt gestorben, wenige Tage nach dem Staatsstreich des Generals Augusto Pinochet. Es bestand der Verdacht, dass Schergen der Diktatur (1973– 1989) ihn vergiftet haben. Die Analyse von Gewebeproben der vor sieben Monaten exhumierten Leiche wurde von einem Richter angeordnet.
