Accum - Die Bewahrung der Schöpfung als gemeinsamen Auftrag aller Christen – dafür steht der ökumenische Schöpfungsgottesdienst, der seit einigen Jahren am Vorabend des Himmelfahrtstages in Accum gefeiert wird.
Seit Beginn des ökumenischen Treffens begleitet der Posaunenchor Cleverns-Sandel den Gemeindegesang, in diesem Jahr unterstützt von Chormitgliedern aus Jever, Schortens und Wilhelmshaven, dirigiert von Kreiskantor Klaus Wedel. Die Orgel spielte Jana Kaatzke.
Auffordernde Worte
Um vor Regenschauer sicher zu sein, fand die Andacht in der evangelisch reformierten Kirche in Accum statt und nicht auf der Streuobstwiese am Accumer See.
Mit klaren, auffordernden Worten verdeutlichte Pastor Christoph Felten als Liturg der Andacht die Bewahrung der Erde als gemeinsamen Auftrag aller Christen. Die Menschen dürfen nicht vergessen, dass der Planet Erde Gottes Schöpfung ist und kein unerschöpfliches Reservoir, das erbarmungslos ausgebeutet werden kann, sagte Felten. In den Fürbitten sprach er sich dafür aus, Schritte des gemeinsamen Glaubens in der Ökumene zu gehen.
Aus dem Schreiben von Papst Franziskus „Laudatio SI“ beschrieb Pfarrer Walter Albers von der katholischen St.-Benedikt-Gemeinde in seiner Predigt „Die Sorge für das gemeinsame Haus“ als zentralen Predigtgedanken.
Dabei betonte er, dass die biblischen Texte die Menschen einladen, den Garten der Welt zu „bebauen“ und zu „hüten“. „Bebauen bedeute kultivieren oder bewirtschaften und mit „hüten“ ist schützen, beaufsichtigen bewahren, erhalten und bewachen als eine verantwortliche Wechselseitigkeit zwischen den Menschen und der Natur gefordert.
Gottes wunderbare Schöpfung zum Schutz der Umwelt und für gerechtere Lebensbedingungen zu bewahren hat sich die Öko-Theo-Gruppe (Ökologisch-Theologische-Gruppe) der St.-Benedikt-Gemeinde Jever als ihre mannigfaltige Gesellschaftsaufgabe verschrieben und nach der Andacht zum gemeinsamen Grillfest auf ihre Streuobstwiese beim Accumer See eingeladen.
Ökologisches Zeichen
Bereits seit 2012 setzt die katholische Pfarrei in Accum ein ökologisches Zeichen und pflegt eine Streuobstwiese mit vielen Blühsträuchern. „Theo“-Mitglied Diplom Landespflegerin Dorothea Siebers-Zander führte die Gäste über das Areal und erläuterte die Vielfältigkeit der Anlage.
