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Konzert Die Madheads machen ihr Ding

Merle Gerdes

Nordenham - Mit einem facettenreichen Auftritt haben die Madheads am Sonnabend in der Jahnhalle überzeugt. Die Nordenhamer Band stellte bei dem Konzert viele selbst geschriebene Lieder vor. Sowohl eine emotionale Ballade als auch rockige Stücke gehören zu ihrem neuen Repertoire.

Sängerin Lisa Schlesies-Janssen nahm das Publikum mit ihrer sympathischen und offenen Art sofort für sich ein. Zwischen den Songs scherzte sie mit den Zuhörern und den Bandmitgliedern, bewegte selbst Tanzmuffel zum Mitwippen und bot eine klasse Performance. Auch die Gitarristen Fabian Becker und Steffen Flüchter sowie Bassist Dennis Strelkov und Schlagzeuger Rico Wilhelms überzeugten mit beeindruckenden Soli, vollem Körpereinsatz und einer Bühnenpräsenz, die ihres gleichen sucht. Als Ersatz für ihre ältere Schwester Vivien sprang Davina Carstens spontan als Backgroundsängerin ein und rundete so den Sound der Band ab.

Konfetti und Lichter

Es wurden zwar nur wenige Coversongs gespielt, aber sie alle waren Klassiker von bekannten Rockgrößen wie Bon Jovi oder Blink 182. Lisa Schlesies-Janssens rauchige Stimme adaptierte den Klang der Lieder und passte sich ihm perfekt an. Zu den Höhepunkten des Abends gehörten auch der Konfettiregen und die aufwendige Lichtershow, die der Nordenhamer Firma Weserevents zu verdanken waren, mit der die Madheads immer zusammenarbeiten. So war das Konzert eine gelungen Sache, die ein größes Publikum verdient gehabt hätte.

Im Vorprogramm traten gleich zwei Bands auf. Die Nordenhamer Cover-Band Hard Birth – bestehend aus Davina Carstens (Gesang), Ben Göckemeyer (E-Gitarre), Jan Spohler (E-Gitarre), Ben Minsen (Keyboard), Bastian Schmidt (Schlagzeug) und Alya Candogan (Bass) – spielte englische und deutsche Pop- und Rock-Songs. So reihten sich in ihrem Programm die Red Hot Chilli Peppers mit den Ärzten und Green Day ein. Die Jugendlichen stehen bereits seit drei Jahren gemeinsam auf der Bühne und haben somit schon einiges an Erfahrung ansammeln können.

Die zweite Vorband, D-Wall aus Hannover, präsentierte sich besonders rockig: Harte E-Gitarren-Sounds tönten bei ihrem Auftritt durch die Jahnhalle. Sandra Barclay (Gesang), Olay Sylvester (Schlagzeug), Janek Wahsner (Bass) und Tim Pillukat (E-Gitarre) überzeugten mit Hardrock vom Feinsten und einer einnehmenden Bühnenshow.

Die Madheads haben sich neue Ziele gesetzt. „Wir wollen weg vom Coverband-Image“, sagte Frontfrau Lisa Schlesies-Janssen imNWZ-Gespräch , „wenn man immer nur Lieder covert, entwickelt man sich ab einem bestimmten Punkt nicht mehr wirklich weiter.“ Wichtiger sei es, einen eigenen Musikstil zu finden. „Und das geht nur, wenn wir unsere eigenen Songs schreiben.“

Neues Album in Arbeit

Die 2011 gegründete Band will im Herbst ihr nächstes Album aufnehmen. Es wird erstmals ausschließlich aus selbst geschriebenen Liedern bestehen. Die Fans dürfen gespannt sein, denn die Madheads möchten mit ihrem Sound in Richtung Alternative- und Hardrock gehen. Besonders stolz sind sie auf ihre Ballade „Bury my Heart“, in der es um eine gescheiterte Beziehung geht. Inspiration für neue Lieder finden die sechs jungen Erwachsenen in ihrem alltäglichen Leben.

Wer sich von den Fähigkeiten der Gruppe überzeugen möchte, kann sie am 27. Juni beim Local-Heroes-Bandcontest in Lemwerder erleben. Ein weiterer großer Auftritt ist die Teilnahme am Regionalfinale des SPH Contests in Münster am 11. September.

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