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Theater Die Plattddüütschen starten durch

Friedrich-August-Hütte - Der neue Vorstand der Plattdüütschen hat sich ein klares Ziel vorgenommen: „Wir wollen die Besucherzahlen wieder nach vorne bringen“, sagt Vorsitzender Torsten Lange. Um diesen Anspruch zu erfüllen, setzen der Bühnenleiter und seine Vorstandskollegen bei der Auswahl der Stücke auf eine attraktive Mischung aus unterschiedlichen Genres. Das Publikum soll nicht nur Schenkelklopfer geboten bekommen, sondern es darf auch etwas Nachdenkliches und Dramatisches dabei sein. In dieses Konzept passen die drei Inszenierungen, die in der Spielzeit 2016/17 bei der Niederdeutschen Bühne Nordenham auf dem Programm stehen.

Die „Smombies“ kommen

Den ersten Aufschlag in der neuen Saison hat die Nachwuchsgruppe der Plattdüütschen. Die Jugendlichen des Tusculum-Ensembles studieren zurzeit unter der Leitung von Andrea Thormählen ein medienkritisches Stück von Volker Zill ein, das sich mit Handy- und Internetsüchten befasst. Es trägt den Titel „Smombies“, der sich aus den Wörtern Smartphone und Zombie ableitet. „Das Stück soll einen Anstoß geben, sich selbst und seine Gewohnheiten im Umgang mit der Mobiltechnik zu hinterfragen und im Zweifelsfall das Gerät auch einfach mal beiseite zu legen“, sagt Plattdüütschen-Pressesprecher Detlef Glückselig. Diese Botschaft werde aber auf die lustige Art und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vermittelt.

Ihre Premiere mit „Smombies“ feiern die jungen Plattdüütschen am Donnerstag, 1. September, ab 19.30 Uhr im Kasino Friedrich-August-Hütte. Weitere Vorführungen folgen am 3. und am 4. September, ebenfalls ab 19.30 Uhr.

Bereits auf Hochtouren laufen bei den Erwachsenen der Niederdeutschen Bühne Nordenham die Proben für das Herbststück, das sie am Mittwoch, 19. Oktober, ab 19 Uhr erstmals im Kasino präsentieren. Dabei handelt es sich um die Komödie „Landung bi Nevel“. Das Stück stammt aus der Feder des bekannten Autoren Horst Pillau und heißt in der hochdeutschen Originalfassung „Gefährliche Landung“.

Spielleiterin Traute Funk freut sich, dass es den Plattdüütschen gelungen ist, für diese Inszenierung wieder den erfahrenen Regisseur Jürgen Reiners zu verpflichten. Mit dem Bremer haben die Plattdüütschen schon mehrmals zusammengearbeitet. Nebenbei feiert er mit der Nordenhamer Bühne ein Jubiläum: „Landung bi Nevel“ ist seine 50. Regiearbeit. Dabei spielt er auch selbst mit.

Gefährliche Landung

In der Komödie geht es um den gestressten Flugleiter Jens Högel (Uwe Menze), der auf der Nordseeinsel Wyk immer wieder Ärger mit einem aufbrausenden Bauern bekommt. Auch mit der Dame seines Herzens (Renate Brüggemann) gibt es Probleme, weil die von Luxus und Abenteuern träumt, während Jens ein beschauliches Familienleben auf dem Eiland viel lieber wäre. Das sieht die Wirtin der Flugplatzkantine (Ulrike Schumann) genauso. Sie hat ein Auge auf Jens geworfen. In diese Situation platzt der Angeber und Frauenheld Dieter (Ingo Laddach) hinein. Richtig spannend wird’s, als der extrovertierte Geschäftsmann mit seiner zweimotorigen Maschine in eine höchst gefährliche Lage kommt und ausgerechnet auf die Hilfe von Jens angewiesen ist.

„Landung bi Nevel“ führen die Plattdüütschen insgesamt zehnmal im Herbst auf. Um für das Stück die Werbetrommel zu rühren, will der Theaterverein mit einem Stand am Nordenhamer Ochsenmarkt (16. Oktober) teilnehmen.

Mit einem Boulevard-Spaß setzen die Plattdüütsche im Frühjahr den Schlusspunkt der Spielzeit 2016/17. Das Stück – „Swanensee in Stützstrümp“ – ist bereits ausgewählt, die Besetzung steht aber noch nicht fest. Die Regie soll Hans-Günther Müller aus Brake führen. Die Premiere ist für den 24. März geplant.

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)
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