Nordenham - Die Bürgermeisterin der Nordenhamer Partnerstadt Peterlee, Mary Cartwright, begnügte sich mit einem „Prost“. Und ihr Nordenhamer Pendant, Carsten Seyfarth, verzichtete ebenfalls auf eine ausschweifende Rede, als er am Freitagabend auf der Marktplatz-Bühne das Stadtfest eröffnete und anschließend ein Fass Freibier anstach. Schließlich scharrte ein Pulk besonders durstiger Partygänger schon ungeduldig mit den Hufen. Und so ein Stadtfest ist eben halt auch kein Fest der großen Worte. Es soll gefeiert werden. Und das taten die Nordenhamer ausgiebig am zweiten Tag der Fünften Jahreszeit.

Im Mittelpunkt stand natürlich der große Festumzug, der sich am frühen Abend am Rathaus in Bewegung setzte. Einmal mehr hatte ihn der Verein Nordenham Marketing & Touristik auf die Beine gestellt. Geschäftsführerin Ilona Tetzlaff freute sich, dass 25 Gruppen teilnahmen, darunter viele Neulinge.

Das Wetter war wie gemalt für die kunterbunte Parade, die sich durch die Innenstadt schlängelte, vorbei an Tausenden Schaulustigen, die fröhlich Spalier standen. Darunter auch ganz viele junge Stadtfestbesucher, die mit Taschen und Tüten ausgestattet auf den nächsten Bonbonregen warteten.

Der Umzug startete fast pünktlich. Die leichte Verzögerung hing mit einer Panne zusammen, die der Trecker des gemischten Chors Absiliat bei der Anfahrt hatte. In Abbehauserwisch machte das Gespann schlapp. Dass die Sängerinnen und Sänger trotzdem beim Umzug mitmachen konnten, war den Rostheulern zu verdanken und dem Technischen Hilfswerk. Die schnelle Hilfeleistung der THW-Crew war für Ilona Tetzlaff ein Grund mehr, den Blauen Engeln einen Sonderpreis bei der Prämierung der Gruppen zu verleihen.

An diesem Sonnabend geht’s weiter im Stadtfest-Programm auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone – mit Live-Bands auf zwei und Discjockey-Musik auf einer Bühne.