Cloppenburg - Lesen? Bei den Cloppenburgern absolut beliebt – Tendenz steigend. Das zumindest lassen die Zahlen vermuten, die die Katholische Öffentliche Bücherei (KÖB) am Dienstag veröffentlichte. „Diese Zahlen sind rekordverdächtig“, zeigte sich Leiterin Anke Lammers mehr als zufrieden.
1194 Stunden geöffnet
Noch niemals zuvor hätten so viele Besucher die Bücherei an der Löninger Straße genutzt. „In 1194 Öffnungsstunden an 250 Tagen entliehen 54 403 Besucher 149 344 Medien.“ Zum Vergleich: 2011 waren es 53 926 Personen, die 147 404 Medien orderten.
Durch gezielte Bestandsdurchsichten im Bereich der Sachbücher und Kindersachbücher seien die Bestände zwar kleiner geworden, würden aber zugleich intensiver genutzt. Besonders erfreulich sei die Ausleihsteigerung im Bereich der Kindersachbücher um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Da die Ausleihzahlen damals sogar rückläufig waren, kann von einer echten Trendwende gesprochen werden“, so Lammers. Besonders beliebt waren Sachbilderbücher aus dicker Pappe. Aber auch erzählende Bilderbücher und Bücher für Grundschulkinder haben unverändert hohe Nachfrage.
Noch höhere Umsatzzahlen werden bei den audiovisuellen Medien erzielt, so die Leiterin. Besonders begehrt seien Hörbücher für Kinder und Erwachsene. Einzig die Nachfrage nach DVD-Spielfilmen und Konsolenspielen lässt nach, unverändert sind auch die Ausleihzahlen von Gesellschaftsspielen. Alle 447 Exemplare wurden jeweils fast achtmal entliehen. Bei den Printmedien für erwachsene Leser waren besonders Romane, Biografien, Bastel-, Koch-, Handarbeits- und Gartenbücher sowie Zeitschriften gefragt.
22 Ehrenamtler
Auch im neuen Jahr möchte das inzwischen 30-köpfige Büchereiteam wieder alle Altersgruppen ansprechen. Dass das gelingt, glaubt Lammers fest. „Das Jahr ist kaum drei Monate alt und die Bücherei hatte bereits 12 000 Besucher während der Öffnungszeiten und fast 700 Besucher bei 36 Veranstaltungen“, zeigte sie sich zufrieden und dankbar angesichts der Unterstützung des Teams. Die Öffnungszeiten seien nur zu realisieren, weil 22 Ehrenamtler im vergangenen Jahr allein 2330 Stunden gearbeitet und 10 523 Auskunftsfragen beantworteten hätten.
