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Pfingsten Im Geist der Verständigung

Annette-Christine Lenk

Dinklage - Woher kommen Ideen zur Verständigung, wenn Meinungen und Auffassungen auseinandergehen? Woher kommt der Geist der Verständigung und des Friedens?

Diese Fragen stellen sich mir im Hinblick auf die Welt und das Zusammenleben in Deutschland in der letzten Zeit sehr oft. Es fehlen Respekt und Anstand. Die Idee, dass mir im Gegenüber, auch wenn Menschen über Twitter erreicht werden, Gottes Ebenbild begegnet, scheint altmodisch und vergessen zu sein. Misstrauen und Argwohn, so ist meine Wahrnehmung, haben die Herrschaft über unser Miteinander gewonnen. Einer beginnenden Verständigung zwischen Nord- und Südkorea kann man kaum trauen – so höre ich viele Menschen reden.

Flackernde Flammen

Pfingsten feiert nun die Kirche die Gegenwart des Heiligen Geistes.

Der Künstler Hermann Oetken (1908–1998) zeigt im Fenster der Trinitatis-Kirche in Dinklage in kräftigen Farben 16 Menschen. Von oben herab nähert sich eine Taube. Zwischen der Taube und den Menschen flackern Flammen. Die Darstellung ist von einem roten Rahmen gehalten.

Die stilisierten Gesichter schauen aus dem Fenster eher sorgenvoll oder skeptisch die Betrachtenden an. Bin ich eine von denen, weil ich in den Gesichtern Unsicherheiten und Ängste, Zurückhaltung und Skepsis sehe?

Die Menschen harren einer Befreiung, der Befreiung aus Unsicherheiten, Ängsten, Zurückhaltung und Skepsis. Sie wünschen mit uns im Hinblick auf das eigene Leben, dass es mit der Welt gut ausgeht. Was braucht der Mensch zu dieser Befreiung?

Er braucht also einen Geist der Zuversicht und des Vertrauens. Der Mensch braucht den Heiligen Geist – der das Leben ermöglicht im Miteinander.

Gegen das Misstrauen

Die Bibel redet davon, dass es Gottes Geist ist, der einen Neuanfang ermöglicht. Es ist ein Geist der Unverzagtheit und Freiheit. Und dieser Geist braucht Wohnung in den Herzen der Menschen, braucht die Bereitschaft der Menschen, sich von diesem Geist beseelen zu lassen. Sich von dem Geist der Unverzagtheit und der Freiheit in Zeiten allgemeiner Verunsicherung beseelen zu lassen, fällt schwer, denn die Skepsis ist groß, das Vertrauen ist geschwunden.

Verzagtheit hat sich ausgebreitet. Der Heilige Geist des Pfingstfestes fällt in die Skepsis, in das Misstrauen und in die Verzagtheit wie eine Taube aus dem Himmel ein. Gottes Geistkraft heilt, was längst zerbrochen scheint. – Ein gesegnetes Pfingstfest!

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