Jever - Da vibriert der Schlosshof und die Schlossgeister haben so viel zu tun, dass keine Zeit bleibt, sich über das Treiben zu wundern. Es ist längst zu einem Familientreffen für die gesamte Region geworden. Wer auch immer seine Jugend in den 60er und 70er Jahren in den Diskotheken dieser Region verbracht hat, darf die DJ Nacht auf dem Schlosshof Jever nicht verpassen. Fast 2000 Besucher verwandelten den Schlosshof in eine Riesenfreiluftdisco.

Was nur eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Break on through to the other side“ – benannt nach einem Song von The Doors – sein sollte, hat sich längst als einer der Party-Höhepunkte des Jahres etabliert. Schon zum vierten Mal legten die Discjockeys der alten Zeiten die Musik der Jugend auf, diesmal unter dem Motto „Goin’ underground“. Und sie sind alle wieder da: Rio de Luca (Whisky á Gogo), Emil Penning (Tiffany), Rainer Urbschat (Why Not, Renaissance), Otto Sell (Ede Wolf), Wolfgang Milewski (Palazzo), Sven Rogall (Meta), Rolf Joschko (Novo, Charts) und Gisbert Wegener (Scala).

Die DJs werden begrüßt und gefeiert wie alte Freunde, die man lange nicht mehr gesehen hat. Und die Musik, die sie auflegen, lässt schnell die Tanzfläche überquellen. Wer dort keinen Platz findet, tanzt vor der Bühne auf dem Pflaster des Schlosshofs. Und auch die Teile der Ausstellung, die noch im Schloss zu sehen sind, ziehen auch heute noch die Besucher an. Bis tief in die Nacht wurde im Schein der Lichtshow zu den Klängen der alten Hits getanzt. Von wegen alt: die Generation der 60er und 70er Jahre hat wieder einmal gezeigt, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Auch viele jüngere ließen sich vom Charme der Flower Power- und Hippie-Generation anstecken.

Sollte schon die dritte DJ Night eigentlich die „endgültig letzte“ sein, werden die Schlossgeister wohl nicht umhin kommen, in zwei Jahren wieder zur Disco vorm Schloss einzuladen.