Serhat Dogan ist türkischstämmiger Comedian. Er wurde 1974 in Köln geboren, kehrte aber im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie in die Türkei zurück. Dort absolvierte er seine schulische Laufbahn, fing ein Studium an der Sporthochschule Ege Universität im Jahre 1996 an und brach es 2003 ohne Abschluss ab. 2004 kam er mit einem „Comedy Visum“ nach Deutschland.

Als türkischstämmiger Comedian hat man es gerade sehr leicht, oder?

DoganNein. Es gibt so viele Witzfiguren in der Politik – da hat man es nicht so leicht, noch was draufzusetzen.

Bleibt Ihnen mit Blick auf die Entwicklung in der Türkei manchmal das Lachen im Halse stecken?

DoganAbsolut. Das ist leider gar nicht lustig. Umso wichtiger, dass Deutsche und Türken es schaffen, Gemeinsamkeiten zu finden. Gemeinsam Lachen ist schon mal ein guter Anfang.

Was ist aus ihrer Sicht „typisch deutsch“, was ist typisch türkisch?

DoganTypisch deutsch: Am Zebrastreifen bremsen.

Typisch türkisch: An der Shisha-Bar bremsen.

Was verbindet Deutsche und Türken?

DoganDönerbuden.

Gibt es eine Botschaft in ihren Programm „Ein Türke sieht Schwarz-Rot-Gold“?

DoganWenn über kulturelle Missverständnisse gelacht wird, versteht man sich hinterher besser.

Haben Sie Garrel eigentlich schon gegoogelt? Welche Erwartung haben Sie an die Garreler?

DoganJa. Der Hirte auf Eurem Stadtwappen erinnert mich an meinen Uropa.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)