DöTLINGEN - „Wie die Zeit vergeht“ – ein Satz, den noch vor 25 Jahren eher die Großeltern zu ihren Enkeln sagten. Heute aber kommen diese vier Worte vielen ehemaligen Jugendlichen über die Lippen, die vor einem Vierteljahrhundert das Jugendhaus Dötlingen gleich hinter der Grundschule mit aufbauten und dort einen Teil ihrer Jugend verbrachten.

Pastor Manfred Rose – damals Diakon – und Pastor Wilfried Waschek sowie die ehrenamtliche Mitabeiterin der Kirchengemeinde Dötlingen, Hella Einemann-Gräbert, gehörten damals zu den Aktivisten der ersten Stunde, denn das Jugendhaus steht in Trägerschaft der Kirche, wird aber in Kooperation mit der politischen Gemeinde auch heute noch betrieben.

Angefangen hat eigentlich alles mit einigen beherzten Eltern, die für Kinder in Dötlingen gerne ein Jugendhaus errichten wollten. Das damals kleine, aber feine Jugendzentrum entstand. Aus einem ehemaligen Schweinestall wurde ein geräumiger Aufenthaltsraum, aus dem im Laufe der Jahre ein schmuckes, geräumiges Jugendhaus geworden ist.

Wie es dort heute aussieht, das wollen die Jugendlichen und die Mitarbeiter sowie Honorarkräfte am Sonnabend, 24. November, ab 11 Uhr im Rahmen einer Offenen Tür allen Interessierten zeigen.

Vor kurzem fanden sich einige Ehemalige in dem heutigen Jugendhaus ein, um die Werbetrommel für die Jubiläumsveranstaltung zu rühren. So erinnerte sich Anja Spille an die beliebten Altpapier-Sammlungen, die immer ordentlich Geld in die Jugendhauskasse brachten. Als sie sich nicht mehr rentierten, weil die Grünen Tonnen eingeführt worden waren, sorgte die Einsammelaktion der Tonnen durch die Jugendlichen für Aufsehen im Ort. An ihre Stelle trat die Tannenbaumsammlung.

1982 war die Welt aber auch noch etwas geordneter. Es gab noch nicht so viele Angebote für die Jugend, die Ganztagsschule war eher ein Fremdwort, wie auch Jugendarbeitslosigkeit. Die Geselligkeit wurde gepflegt. In dem erst nur 30 Quadratmeter großen Jugendraum hockte man sich am Ofen zusammen, hackte Holz, feierte Karneval, fuhr von dort zum Eisessen – kurz, es war eine verschworene Gemeinschaft. Es kam aber auch damals ab und an zu Schwierigkeiten: Einmal ragten die Überreste eines Stuhles aus dem Ofen. Das Jugendhaus blieb zwei Monate geschlossen.

Heute ist die Klientel eine andere. Besonders wird sich um die Integration der Aschenstedter Jugendlichen bemüht. Die Gemeinde stellt im Haushalt Geld für Honorarkräfte zur Verfügung. Über die Geschichte des Jugendhauses und den Ausbau auf 100 Quadratmeter soll im Rahmen der Offenen Tür auf verschiedene Art und Weise informiert werden.