DöTLINGEN - DÖTLINGEN/GA - Unter dem Titel „Von Rübezahl zur alten Liebe“ nahmen die Sängerin Christa Haas und der Radiomoderator Armin Diedrichsen am Freitag die Besucher im Heuerhaus Dötlingen mit auf eine musikalische und literarische Reise entlang der Elbe. Die beiden Künstler starteten ihr Programm bei der Quelle im Riesengebirge und landeten nach vielen Abstechern in Böhmen, Königsgrätz, Dresden und Hamburg schließlich bei der Elbmündung in Cuxhaven.
Im Namen der Dötlingen-Stiftung begrüßte Walter Ulrich die beiden Vortragenden, die bei ihren Liedern, die sie mal einzeln und auch mal im Duett vortrugen, von Sven Selle am Klavier begleitet wurden. Ulrich wünschte den anwesenden Kulturinteressierten beste Unterhaltung an diesem Sommerabend im Frühling, der zum Träumen einlade.
Mit bezaubernder Leichtigkeit erzählte Armin Diedrichsen dann Geschichten und Anekdoten über den Fluss, streute Wissenswertes aus der Historie ein, rezitierte Texte bekannter Schriftsteller, die an der Elbe aufgewachsen waren oder den Fluss auf einer Reise kennen gelernt hatten. So rezitierte er Texte von Wolfgang Borchert, Gerhard Hauptmann, Wolf Biermann, Hans Christian Anderson, Erich Kästner, Hans Leip, Friedrich Schiller, Heinrich Heine und von anderen Autoren. Immer wieder schaffte er elegant den Übergang zu einem Lied, das dann Christa Haas allein oder mit seiner Unterstützung anstimmte. Vorgetragen wurden beispielsweise das Stück „Heimat“, die heimliche Hymne des Riesengebirges, das Loblied auf die von Wasser durchzogene Stadt „Mein Hamburg“, die von Schalk durchsetzte Melodie „Wir fahren ins Heu“ oder „Die verschwundene Hannelore“. Letzteres thematisiert, dass zur Zeit der Landflucht viele Mädchen aus Böhmen einfach das Weite suchten. In dieser lockeren Atmosphäre gelang es
Haas und Diedrichsen sogar, die Dötlinger Gäste zum Mitsingen zu inspirieren. Im zweiten Anlauf jedenfalls ertönte aus vielen Kehlen Carl Maria von Webers Opernlied „Schöner, grüner Jungfernkranz“. Der als amüsant angekündigte Leckerbissen im Rahmen der Dötlinger Kulturangebote erfüllte somit sicher alle Erwartungen.
