DöTLINGEN - Der Schriftzug „Ev.-luth. Kirchengemeinde Dötlingen“ in schwarzen und orange Tönen, darüber viele Steine in warmen Tönen, sowie drei weitere links unten: So sieht das neue Logo der Kirchengemeinde aus. Bisher hatte sie eine Strichzeichnung der St.-Firminus-Kirche verwandt. An das Gotteshaus erinnert auch das neue Logo auf den ersten Blick, ohne jedoch das Gebäude zu zeigen. Die Titelseite des aktuellen St.-Firminus-Boten ist eigens in Farbe gedruckt worden, um die Neuerung der Gemeinde vorzustellen. Künftig kommt das Symbol auf allen kirchlichen Plakaten, Schriftstücken und später im Internetauftritt vor. Pastor Hartmut Lübben präsentierte es mit dem stellvertretenden Gemeindekirchenratsvorsitzenden Christian Wolf und dem Vorsitzenden des Bauausschusses, Frank Winkler.

Beim Basteln an der neuen Homepage fiel im Frühjahr auf, dass die Gemeinde bisher kaum über ein internet-taugliches Symbol verfügte. Im Juni kam der Gemeindekirchenrat daher zu dem Schluss: „Wir brauchen etwas Neues, und es soll etwas Gutes ein“, erzählte Lübben. Die Idee, dabei mit der Feldsteinkirche als dem geistlichen Ort und dem Symbol der Gemeinde, zu arbeiten, lag für Lübben dabei nahe, doch die Umsetzung war nicht einfach. Die Gemeinde wandte sich daher an die Dötlingerin Jessica Bley, die bei der Agentur Engel & Helden arbeitet. Eine kleine Gruppe in wechselnder Besetzung beschäftigte sich bis September mit dem Thema. Lübben lobte die gute Zusammenarbeit mit Bley: „Sie hat sehr sensibel hingehört.“ Rund ein Dutzend Entwürfe entstanden auf diese Weise, oft mit ganz unterschiedlichen Methoden und Stilen. Als der jetzige Entwurf auf den Tisch kam, „haben alle gesagt: das ist es“, erinnert sich Lübben. „Lebendig, offen, einladend“, empfindet er das neue Symbol. Als das fertige Ergebnis im Gemeindekirchenrat vorgelegt wurde, überzeugte es auf Anhieb.

Für Lübben ist das neue Erkennungszeichen ebenso identitätsstiftend wie freundlich. Die Steine wirken wie eine Ecke der Kirche. Lübben sieht sie als Zeichen für „unverrückbar, fest, verlässlich“. „So ein Kirchengebäude gibt Halt, wo vieles in Bewegung ist.“ In der Mitte der Steinformation sieht Lübben „etwas Rotes, irgendwie ein wohl wichtiger Punkt: Er gibt dem Logo eine Mitte, das ,Herz’ und hilft mir, das Symbol des Kreuzes zu entdecken“. Dass die Steine erst in der Kombination ein schlüssiges Bild ergeben, ist für den Pastor ein Bild für Gemeinschaft. Die Zwischenräume weisen für ihn darauf hin, dass die Menschen der Gemeinde weit verstreut in den Dörfern leben. Weitere Interpretationen sind sicherlich möglich, denn, so Lübben: „Unser Logo ist recht deutungsoffen.“

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement