DöTLINGEN - Die Musiker sind Mitglieder der Lüneburger Sinfoniker. Gitarrist Schrader nahm bereits mehrere CD’s auf.

Von Frank Jacob

DÖTLINGEN - Die Dötlingen Stiftung bot am vergangenen Freitag einmal mehr einen kulturellen Höhepunkt im Heuerhaus. Einen „musikalischen Leckerbissen“ kündigte die stellvertretende Bürgermeisterin Anke Luthardt den Zuhörern an und hielt Wort. Mit dem Duo Amabile, das aus zwei Mitgliedern der Lüneburger Sinfoniker, dem Orchester des Lüneburger Theaters, besteht, Manfred Seer und Joachim Schrader, unterhielten zwei renommierte Musiker die Kunstliebhaber.

Flötist Seer und Gitarrist Schrader versprachen ihrem Publikum eine musikalische Zeitreise, die von der Renaissance bis zur Gegenwart führte. Den Auftakt des anspruchsvollen Programms bildeten Tänze der Renaissance, jener Epoche, die im 16. Jahrhundert ganz Europa erfasste. Das Duo Amabile gab unter anderem das Stück „The Frog Galliard“ von John Dowland zum Besten, der seinerzeit als bester Lautenspieler Europas galt und bis zu seinem Tod am königlichen Hof Englands den Posten des Hoflautenisten inne hatte.

Der weitere Streifzug durch die Musikgeschichte umfasste die Komponisten Mauro Giuliani, Toke Lund Christiansen, Eric Marchelie und John W. Duarte. Christiansen, Marchelie und Duarte schufen ihre Werke im 20. Jahrhundert, Giulianis' Kompositionen stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Arrangements der beiden Lüneburger Künstler überzeugten stets durch Ideenreichtum und Spielwitz und ließen das Publikum kräftig Beifall spenden.

Die Musik begleitet beide Künstler bereits seit der Kindheit. Seer begann mit zwölf Jahren mit dem Querflötenspiel, seine künstlerische Ausbildung erhielt er in Saarbrücken, München und Kopenhagen. Bei den Lüneburger Sinfonikern ist er seit 1981 Soloflötist.

Schrader erhielt seinen ersten Gitarrenunterricht im Alter von zehn Jahren. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, nahm bereits mehrere CD's auf und wirkte an diversen TV- und Rundfunkproduktionen mit.