Dötlingen - Abschied zu nehmen ist immer ein besonderer Moment. So war es auch beim Wechsel der Galeristin in der Galerie Dötlingen. Nach dem Ausscheiden von Anne Hollmann hatte Gertje Kollmann den Betrieb mit Unterstützung durch ihren Mann Arno weitergeführt. Nun aber ging auch diese Zeit zu Ende.
Dazu gab es am Sonntag eine laufende Bilderpräsentation auf Großleinwand von den Ausstellungseröffnungen. Die Zeit in der Galerie sei ein Riesengeschenk für sie beide gewesen, betonte Arno Kollmann und bedankte sich dafür bei der Dötlingen-Stiftung. Sie würde oft im Hintergrund arbeiten, aber alles möglich machen, was sinnvoll sei. Das sei nicht überall so.
In seinem kleinen Rückblick sprach Arno Kollmann von einer Zeit voll mit Kunst. Die werde fehlen. „Wir wissen auch noch nicht, wie wir die freie Zeit nutzen werden. Auf jeden Fall hat uns die Kunst hier in der Galerie beglückt. Ein Leben mit diesem Sinn ist viel wert und bereichernd“, sagte Arno Kollmann. Das letzte halbe Jahr in eigener Regie sei wie im Fluge vergangen.
Mit einem Blumengruß bedankte sich Gerti Essing im Namen der Dötlingen-Stiftung für die gute Zusammenarbeit. Die Ära Kollmann und Hollmann gehe jetzt endgültig zu Ende. Das sei schade, so Essing. Neben dem Blumenstrauß gab es noch einen Trunk „Heuerhexe“.
Gertje Kollmann: „Viele Ausstellungen konnten wir zeigen, viele Kontakte knüpfen und dabei wunderbare Menschen kennenlernen. Für alles sagen wir herzlich Dank.“
Damit ging auch die letzte Ausstellung in dieser Galeristen-Zusammensetzung zu Ende. Die Künstlerinnen Bärbel Woltas, Christiane Judt und Renate Ruck waren zur Finissage erschienen. Damit endete die Ausstellung „Rost und andere Töne“.
Mit dem Austausch von Erinnerungen bei Tee und Gebäck, Sekt und Käse klang die Finissage im Kreise vieler Kunstliebhaber, die zu diesem Abschied noch einmal die Galerie aufsuchten, aus. Im Januar geht es mit Heike Wendeln als Nachfolgerin von Gertje Kollmann weiter.
