DöTLINGEN - Das Gespräch dauerte nur wenige Minuten: „Als Friedrich mich gefragt hat, ob ich meine Bilder mit ihm zusammen ausstellen will, habe ich sofort zugesagt“, sagt Gerold Fuchs. Gemeinsam mit seinem befreundeten Künstlerkollegen „De Moler“ Friedrich Lüers präsentiert er seine Werke bis zum 22. Mai bei „Kunst im Stall“ auf dem Dötlinger Kläner-Hof.
Auch am Aktionstag der „Dötlinger Gartenkultour“ am Sonntag, 1. Mai, sind die Bilder zu sehen. Dabei erwartet die Besucher neben den typischerweise von norddeutschen Landschaften geprägten „De Moler“-Bildern auch neue Werke des Ostrittrumer Künstlers, die das Ergebnis seiner Meditationserfahrungen sind. Die dabei erfahrenen Licht- und Farberlebnisse hat Lüers vorwiegend in Acrylarbeiten zum Ausdruck gebracht. „Ich male Motive, die auf meinem Mist gewachsen sind. Nach Trends oder Modeerscheinungen habe ich mich noch nie gerichtet“, sagt der 71-Jährige.
Blumen und Landschaften sind auf den Werken des ebenfalls 71-jährigen Bremers Gerold Fuchs zu entdecken. „Mehr als die Hälfte dieser Bilder sind hier in der Gegend entstanden, weil ich als Kind öfter an der Hunte im Barneführer Holz war“, sagt der in Oldenburg geborene und aufgewachsene Fuchs. Er malt seit seinem 15. Lebensjahr – überwiegend in Öl. Vor sechs Jahren stellte er seine Arbeiten bereits schon einmal in der Galerie Dötlingen aus, nun ist er froh über die erneute Gelegenheit. Seine Blumenbilder seien dabei so detailgetreu, dass man sie in der Verkleinerung auch für ein Foto halten könne, sagt Friedrich Lüers.
Neu ist in diesem Jahr, dass die Ausstellung in dem ehemaligen Schweinestall nicht über den eigentlichen Eingang, sondern ausschließlich über den angrenzenden Laden „Tusculanum“ zu erreichen ist. Eigens hierfür wurde eine Zwischentür entfernt.
Zu sehen sind die insgesamt 30 Werke mittwochs bis sonnabends von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr.
