Dötlingen - So viel Abwechslung wird selten geboten in der Müller-vom-Siel-Kate am Rittrumer Kirchweg in Dötlingen: Neun Künstlerinnen aus dem Dienstags-Malkursus von Anne Hollmann präsentieren dort seit dem Wochenende ihre Werke. Und das in einem „äußerst harmonischen Miteinander“, wie Gerti Essing von der Dötlingen Stiftung bei der Vernissage am Samstag feststellte. „Man merkt auf den ersten Blick gar nicht, dass es so viele Künstlerinnen sind.“

„Einige der Frauen sind schon seit mindestens zehn Jahren dabei“, so Anne Hollmann. Ihr war es vorbehalten, die Arbeiten der Künstlerinnen vorzustellen. Beim Kursus am Dienstagvormittag, könne „jeder malen, was er möchte“ – sei es abstrakt, figürlich, frei oder mit Hilfe von Vorlagen. Greta Hoberg-Jung aus Rethorn sei bereits seit 2003 dabei. Sie zeigt in der Kate ein Bild der imposanten Hafenkulisse von Portsmouth, aber auch das Frauenpaar „Emmy und Louise“. Fast schon ikonenhaft ist das Bild „Hommage an Paula“, das Trudi Werel aus Wildeshausen in Erinnerung an die Worpsweder Künstlerin Paula Modersohn-Becker gemalt hat. Imposant auch ihr Bild „Karussellpferd“. Große Experimentiertfreudigkeit zeigte Wiebke Gazey aus Dötlingen mit dem Werk „Bauhausweberei“. Bei dem Materialmix kamen nicht nur diverse Blautöne, sondern auch Holzspäne oder Wolle zum Einsatz.

Großflächig und mit Sand- und Rottönen arbeitet Beatrix Bahlmann aus Wildeshausen bei ihren großflächigen Werken. Bordeauxrote Blätter stechen bei dem Bild eines Zweiges hervor. Ilse Lühken aus Döhlen zeigt nicht nur zwei „Strandladies“, sondern auch Blumenmotive wie Amaryllis. Weiterhin sind Bilder von Wiebke Gazey aus Dötlingen, Ulrike Meyer aus Sandhatten sowie Anita Kühling und Annehild Freese aus Visbek zu sehen. Die Vernissage stieß auf großes Publikumsinteresse. Für den musikalischen Rahmen sorgte Gitarrist und Sänger Thomas Schlegel, der gleich zu Beginn den richtigen Titel für diese Schau gewählt hatte: „Einzigartig!“.Geöffnet ist die Müller-vom-Siel-Kate samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent