DöTLINGEN - „Es gibt nichts schlimmeres, als wenn ein Bild auf den ersten Blick alles verrät“, so erklärte Tryfon Argyrakis seine Bilder. Treffender konnte der Künstler es damit nicht auf den Punkt bringen; denn in seinen Bildern lassen sich auch bei häufiger Betrachtung immer wieder neue Details und Aspekte entdecken.
Argyrakis ist einer von drei Künstlern, die in der Galerie „Heuerhaus“ in Dötlingen am Wochenende ihre Ausstellung eröffnet haben. Er besuchte, wie auch die Keramikerin Ursula Kruse aus Großefehn, die ebenfalls ausstellt, die Werkkunstschule in Hannover. Über Freunde lernten sich die beiden Künstler damals bereits kennen. Sie verbindet eine lange Freundschaft. Allerdings ist es die erste gemeinsame Ausstellung.
Ursula Kruse fertigt Kunstwerke aus Feinsteinzeug und Ton. Die ehemalige Mode-Studentin lässt ihren Sinn für feine Kleidung immer wieder in ihre Arbeit einfließen. „Da ähnelt eine Figur einem leichten Chiffonstoff oder eine Vase bekommt einen Kragen“, erklärt Galeristin Sibylle Rob die Arbeiten von Ursula Kruse.
Dritter im Bunde ist Andrés de las Casas. Er hat sich von der Graffiti-Kunst inspirieren lassen und darauf viel mit Airbrush-Techniken gearbeitet. „Die Airbrush-Arbeiten sind lange Zeit nicht als Kunst angesehen worden, das hat sich erst in den 70er-Jahren geändert“, erzählte der Künstler. Auf seinen Bildern prangern oft auch Schriftzüge. Dabei lässt er sich von großen Dichtern inspirieren. „Meine Mutter liebte Aphorismen. Sie ist vor kurzem gestorben und jetzt arbeite ich an einer Serie mit Werken ihrer Lieblingsdichterin Marie von Ebner-Eschenbach“, erzählte der Künstler dem interessierten Publikum. Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Dezember in der Galerie im „Heuerhaus“ zu sehen.
