Dötlingen/Landkreis - Zum vollen Programm mit Gildefest-Besuch und der Vorbereitung von Jugendaustauschen gehörte für die 14-köpfige Delegation aus dem polnischen Partnerlandkreis Nowomiejski am Mittwoch auch der Besuch der Gemeinde Dötlingen. Erster Kreisrat Christian Wolf begrüßte im Beisein von Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille am Morgen die Gäste aus Polen. Vom Parkplatz „Zur Loh“ ging es durch die kulturell und touristisch geprägte Ortschaft.

Um etwas mehr über Land und Leute, Reethäuser, Kultur und Tourismus zu erfahren, hatte sich Gästeführerin Marianne Mennen bereiterklärt, den Dorfrundgang zu führen. Angefangen bei den ersten Siedlungen vor etwa 5000 Jahren, den Steingräbern, Landwirtschaft, Künstlerkolonie bis hin zum heutigen Dorf Dötlingen als Ziel vieler Naherholungssuchender, gab es viel Wissenswertes zu hören. Schwerstarbeit für Dolmetscherin Brigitte Kret, die alles ins Polnische übersetzten musste.

Beim Rundgang standen die alte Schuhmacherei, das Doppelheuerhaus, die alte Schmiede mit dem Zwei-Ständer-Fachwerkhaus bis hin zur Dötlinger St.-Firminus-Kirche im Blickpunkt. Und dass eine Eiche wichtige Bedeutung im Kreislauf der Natur hatte, wusste Mennen auch zu beschreiben. „Eine Eiche ist Baustoff und Nahrungsquelle für Tiere und die wieder für Menschen“, erklärte sie den Gästen.

Nach der Exkursion standen ein Rundgang durch die Halle Aerodom am Flugplatz und ein Besuch der Feuerwehrtechnische Zentrale in Ganderkesee auf dem Programm.

An diesem Donnerstag werden die Gäste aus Polen einen Ausflug nach Bremen unternehmen. Nach dem Abschluss wird die Gruppe am Freitagmorgen die Heimreise antreten.

Der Landkreis Nowomiejski liegt im polnischen Verwaltungsbezirk Ermland-Masuren mit der Kreisstadt Nowe Miasto Lubawskie. In dem Landkreis zwischen Warschau und Danzig leben etwa 44000 Einwohner.