DöTLINGEN - 1989 gründeten Giesela Hering und Dieter Iverssen die Kreisgruppe Oldenburg der Ameisenschutzwarte mit. Deshalb wurden sie am Donnerstagabend besonders durch den ersten Vorsitzenden Helge Kirchner aus Oldenburg zur Jahreshaupt-versammlung im Püttenhus in Dötlingen begrüßt. Erstmals tagte die Kreisgruppe im Haus des Bürger- und Heimatvereins Dötlingen.
Neben den Regularien verteilte Kirchner eingangs an jedes Mitglied eine Ameisenfibel. Das Buch biete einen detaillierten Überblick der einheimische Waldameisen-Untergattungen und sei reich bebildert, erklärte Helge Kirchner bei der Übergabe.
Gleichzeitig stellte er im Jahresrückblick heraus, dass im Berichtszeitraum zwei große Notumsiedlungen in Wardenburg durchgeführt werden mussten. Insgesamt wurden acht Nester umgesiedelt. Im Rahmen einer kleineren Aktion wurde außerdem ein Wiesenameisennest aus einem Garten verlegt.
Neben drei Vorstandssitzungen habe die Kreisgruppe eine beratende Funktion bei Kanalisationsarbeiten an der Bümmersteder Tredde, auf dem Gelände der Henning-von-Tresckow-Kaserne und auf dem Biohof „Erdfrüchte“ in Sandkrug gehabt. Notumsiedlungen waren dabei entweder nicht möglich oder konnten umgangen werden. Auch wies Kirchner auf eine Exkursion ins Barneführer Holz zum Thema „Artenviel-falt im Wirtschaftswald“ hin.
Ferner ging der Vorsitzende auf das Formicarium ein. Dabei handelt es sich um ein Plexiglasbecken, in dem lebende Waldameisen zu Schulungszwecken ausgestellt werden. „Es wird gerade gesäubert und neu hergerichtet. Das neue Waldameisennest kann jedoch erst im nächsten Jahr einziehen, da es schon zu spät für eine Ansiedlung ist. Schulungen können aus diesem Grund erst wieder im nächsten Jahr stattfinden.“
Thema des Treffens war auch die Kartierung von Ameisennestern. Kirchner: „Eine sehr zeitaufwendige Arbeit. Wir benutzen dazu ein GPS-Gerät.“ Koordinaten, Ameisenart, Vegetation und andere Gegebenheiten werden erfasst und zentral gespeichert. Dies ermöglicht einen Überblick über den Bestand der Waldameisen in der Region.
