DöTLINGEN - Die Hannoveraner-Stutenschau fand in der Waldreitschule Aschenbeck statt. Eine Jury beurteilte die Tiere.

Von daniela Dinstbier

DÖTLINGEN - „Die Stutenschau ist der Höhepunkt des Züchterjahres.“ Das sagte die Vorsitzende des Hannoveraner Pferdezuchtvereins Oldenburg, Susanne Klatte. Auf dem Schauplatz der Waldreitschule in Aschenbeck stellten sich gestern rund 50 zwei- bis sechsjährige Hannoveraner-Stuten einer unabhängigen Jury. Bewertet wurden das Seitenbild und die Harmonie des Körperbaus. Auch den Ausdruck des Pferdes beurteilten die Jurymitglieder. Überzeugt hat gestern die dreijährige Stute Rafinesse von Züchter Hans-Hermann Wiemer aus Ovelgönne. Sie ist die Siegerstute der gestrigen Schau.

Dafür mussten die Pferde sich im Stillstehen üben, damit jedes Körperteil von den vier Jurymitgliedern in Augenschein genommen werden konnte. Anschließend mussten die Pferde, geführt von ihren Betreuern, eine Runde um den Schauplatz drehen, mal im Trab und mal im Schritt. Denn auch die Harmonie der Bewegungsabläufe bewerteten die Richter. „Für den Züchter ist diese Schau eine Möglichkeit, sein zweijähriges Pferd zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zu präsentieren“, erklärte Norbert Branlage, beratendes Mitglied im Hannoveraner Pferdezuchtverein Oldenburg. Das Urteil der Jury sei für den Züchter aber auch richtungsweisend, ob die Stute zur Zucht tauge. Schließlich gehörten die Hannoveraner zu den weltweit erfolgreichsten Warmblütern, ergänzte Klatte.

Für die Zuschauer waren allerdings weniger die Stuten von Interesse als deren Abstammung. „Die Vererbungsstudie ist bei dieser Schau sehr wichtig. Für die Züchter ist es interessant, wie sich die Nachkommen bestimmter Hengste entwickeln“, sagte Branlage. Sie suchten nach dem richtigen Deckhengst.

Damit die Präsentation bei der Schau nicht daneben geht, werden die Stuten bereits als Fohlen auf den Auftritt vorbereitet. Das berichtete Klatte. Auch das Fahren im Hänger müsse geübt werden. „Wenn Tiere zu zweit bei einer Schau ankommen, sind sie auf dem Schauplatz besonders nervös. Denn für die Präsentation müssen sie getrennt werden“, so die Vorsitzende. Und auch gestern hatten die Betreuer einige Mühe, ihre Tiere zu beruhigen.