DöTLINGEN - Einen Namen hat Verona Lenz schon: „Joyce“, sagt sie ganz bestimmt. Wie Ehemann Horst ist sie sich sicher: „Das ist ein Mädchen.“ Diese Aussage stellt allerdings derzeit mehr Wunschdenken denn fundiertes Wissen dar, denn noch ist das Geschlecht des jungen Kängurus ein hervorragend gehütetes Geheimnis im Beutel der braunen Bennett-Kängurumutter. Doch wenn das Kleine herausschaut und die Welt im Privatgehege des Ehepaars Lenz an der Krim in Dötligen zu erkunden beginnt, dann ist eines unzweifelhaft zu sehen: Es ist ein weißes Bennett-Känguru.
Dass selbst bei der Mutter mit braun-grauem Fell der Nachwuchs weiß ist: Horst Lenz bezeichnet diesen Farbwechsel als „Sensation“. Ohnehin dürfte dem Paar Lenz dieser April in guter Erinnerung bleiben, denn insgesamt um vier weiße Känguru-Baby hat sich die Zahl dieser Tiere erweiterte. „Das ist ganz selten“, freut sich Horst Lenz denn auch. Der weiße und der braune Bock waren aktiv: Die drei weißen Weibchen bekommen alle weißen Nachwuchs. Damit tummelt sich jetzt fast ein Dutzend Bennett-Kängurus im Gehege.
Der Nachwuchs lugt nur dann aus dem schützenden Beutel, wenn die Mutter sicher ist, dass keine Gefahr existiert. Als Embryos wandern die Bennetts rund einen Monat nach der Befruchtung in den Beutel, wo sie zehn Monate an der Brust der Mutter wachsen. Nach elf Monaten wagen sie sich langsam mal aus dem Beutel und fressen Gras, wie Lenz erzählt. Wenn sie sich endgültig von der Mutter lösen und auf eigenen Beinen stehen, „kennen sie bereits alle Wege“, berichtet er von der Erkundung von behüteter Stelle aus.
Das Ehepaar zeigt sein Kleinod mit rund 100 Tieren gerne auch Besuchern. Dafür ist vorherige Vereinbarung unter 04433/1282 oder info@privatgehegedoetlingen.de notwendig. Besonders richtet sich dieses Angebot an Clubs, Fahrradgruppen und Vereine.
