Nordenham - Es ist mucksmäuschenstill im Saal der Friedeburg. Auf der Bühne sitzt Anne Marie Broska an der Harfe. Das Publikum lauscht gebannt, niemand will das bezaubernde Spiel der Schülerin stören. Der Auftritt mit Harfe ist am Sonnabend eine Premiere beim Gymnagroove, aber nicht der einzige Höhepunkt des Abends.
Um 19.30 Uhr betreten Meike Ripkens und Max Mahn, die Moderatoren des fünften Gymnagrooves, die Bühne. Die beiden Moderatoren führten die 325 gespannten Gäste durch den Abend.
Lob und Dank
Doch bevor der Gymnagroove startet, nutzen Schulleiter Klaus-Dieter Laske, Erster Stadtrat Carsten Seyfarth und Vize-Landrätin Heidi Brunßen die Gelegenheit, um sich bei den Organisatoren und bei den mitwirkenden Schülern für ihr Engagement zu bedanken. Neben den Akteuren auf der Bühne sorgen gut 20 Helfer bei dem Musikfestival des Gymnasiums für einen reibungslosen Ablauf. Unter ihnen auch die Schulsanitäter, die von den Johannitern ausgebildet werden.
Der „Gymnagroove 14“ mit dem Motto „5 Jahre rund – der Groove wird bunt“ findet im großen Friedeburg-Saal statt, weil die Jahnhalle dem steigenden Interesse und der hohen Kartennachfrage nicht mehr gewachsen ist. 80 Schüler und Lehrer zeigen ihr musikalisches Können. Von der Streicherklasse 6ST unter der Leitung von Stefan Tönjes und Annette Grunewald über Solo-Darbietungen bis hin zur Lehrer-Schüler-Band ist an diesem Abend alles vertreten. Ein buntes Programm, ganz nah am Motto, welches alle Geschmäcker bediente.
Aber nicht nur die Bandbreite überzeugt, auch die Qualität der Darbietungen. So auch der Auftritt vom Ömer Sayan. Der junge Pianist entdeckte seine Begeisterung und sein Talent für das Klavier in der Streicherklasse. Zum Glück, denn sonst hätte er auf dem Gymnagroove nicht das Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach spielen können – ohne Noten, rein aus dem Gedächtnis. Aber auch die anderen Nachwuchsmusiker, egal ob frisch auf dem Gymnasium oder kurz vor dem Abitur stehend, begeistern. Neben der Streicherklasse und Ömer Sayan gestalten Theresa Eger, Astrid Eiler und Tobias Janke, Anne Marie Broska an der Harfe und das Ensemble Six den ersten Block.
Der zweite Teil der mehr als dreistündigen Veranstaltung beginnt mit einem von Yeti Mansena geschriebenen Stück. Es heißt „Start With A Smile“ und wird von der Trommel-AG vorgetragen. Diesem energiegeladenen Auftakt folgen Janthe Rodenburger, Lisa-Marie und Jane Sophie Dindas, Jan-Steven Kalies und Gesa Laarmann, Jana Heinrichs, Marlene und Anne Marie Broska, Jan-Ole Müchler und Tobias Wettermann.
Grazia tanzt
Zudem feiert die Tanzgruppe Grazia, die sich zum Großteil aus Schülerinnen des Gymnasiums zusammensetzt, ihre Premiere auf dem Gymnagroove. Gleich zwei Tanzeinlagen präsentiert die Gruppe von Olga Deutsch. Beim zweiten Grazia-Auftritt ist die Sängerin Maria Gubina dabei.
Nachdem die durchweg gefühlvoll vorgetragenen Pop-Balladen, die den Schwerpunkt des zweiten Teils bilden, so einige Herzen zum Schmelzen gebracht haben, widmet sich das letzte Drittel dem schnelleren Pop-Rock. Die Braincops heizen dem Publikum mit „Drag My Body“ und „Make Me Wanna Die“ noch einmal richtig ein. Die Lehrer-Schüler-Band unter der Leitung von Elmar Stamm bietet jazzig-flotte Salsa-Rhythmen, und die Schulband Highheads beschließt den Abend. Bei „Englishman in New York“ von Sting und „Cheating“ von John Newman klatscht das Publikum noch einmal begeistert im Takt mit, bevor die fünfte Gymnagroove-Auflage mit dem letzten, donnernden Applaus gegen 23 Uhr endet.
