Cloppenburg - Die beiden Messen „Senioren-Infotag, Mobilität und Freizeit“ sowie „Barrierefreier Alltag“ haben am Sonnabend Hunderte Besucher in die Münsterland-Halle Cloppenburg gezogen. 33 Aussteller hatten die Organisatoren – der städtische Seniorenbeirat, der Präventionsrat und der Beirat für Menschen mit Behinderung – zum Mitmachen bewogen. Bedauert wurde, dass die Sportvereine nicht vertreten waren.

Zufrieden waren die Veranstalter mit dem neuen Messeort: Die Seniorenmesse hatte im August 2009 sowie im Juni 2011 jeweils im Bildungswerk stattgefunden, der Aktionstag „Barrierefreier Alltag“ in den vergangenen beiden Jahren in der Stadtmitte.

Zahlreiche Besucher – unter anderem der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Walter Sieveke – nutzten das Angebot, in die Rolle eines Rollstuhlfahrers oder eines Nichtsehenden zu schlüpfen. Speziell der Rollstuhlparcours verlangte den Testpersonen alles ab – und wenn es einmal nicht weiterging, waren die Pfadfinder des Stammes „VCP Wilke Steding“ zur Stelle.

Ziel des Parcours sei es – so der Vorsitzende des Behindertenbeirats, Boris Guentel – Nichtbehinderte für die Situation von behinderten Menschen zu sensibilisieren. „Jeder kann in seinem Umfeld für Barrierefreiheit sorgen“, so Guentel. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an das korrekte Hinstellen von Mülltonnen.

Innerhalb der Stadt Cloppenburg – so Guentel weiter – sei für die Barrierefreiheit in den vergangenen Jahren einiges getan worden. „In der Bevölkerung sind deutlich mehr Akzeptanz und Verständnis vorhanden.“

Die Seniorenmesse beschäftigte sich vor allem mit den Fragestellungen „Was können wir in unserer Heimatstadt für Senioren verändern oder verbessern?“, „Welche Vereine und Gruppen gibt es für Ältere?“ und „Wie kann ich mein Wissen und meine Fähigkeiten einsetzen?“. Von der Ehrenamtsagentur, über das DRK bis hin zum Hospizdienst waren viele Vereine und Organisationen vertreten, die schwerpunktmäßig mit Senioren arbeiten. „Wir möchten alle ansprechen“, betonte Elfriede Lange, Vorsitzende des Seniorenbeirats.

Die Doppel-Veranstaltung soll nun alle drei Jahren wiederholt werden. „Viele Angebote sind noch gar nicht bekannt“, sagte DRK-Mitarbeiterin Beate Bürmann.