Neerstedt - „Dicke Luft in Rönnekamp“, heißt das plattdeutsche Lustspiel in drei Akten von Jens Exler, das der Ohmster Plattdütsche Vereen am Sonntag auf der Neerstedter Bühne aufführte.

Im dem Stück der Laiendarsteller aus dem Oldenburger Stadtteil Ohmstede dreht sich alles um eine „Stinkfa­brik“. In der industriellen Anlage soll Fischmehl verarbeitet werden, was den Dorfbewohnern im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel stinkt. Frischen Wind von vorne bekommen dabei auch Bürgermeisterin Gerda Bokelmann, gespielt von Hanna Springer, und Amtsschreiber Gottfried Rehbehn (Rainer Linder) zu spüren.

Knecht Polle (Benno von Minden), Magd Ida (Monika Pfefferkorn) und Tierarzt Dr. Benno Kruse (Lothar Mann) kämpfen an vorderster Front und versuchen mit allen Mit-teln, das Bauvorhaben zu vereiteln. Auch Lehrerin Elke Kraft (Angela Sterner) hat anderes im Sinn. Sie plädiert für den Umbau der Dorfschule.

Auf Seite der Dorfbevölkerung steht Reporterin Sonja von Essen (Birgit Heine). Doch auch sie scheint die geplante Grundsteinlegung nicht verhindern zu können. Und dann ist da noch der Vagabund Adje (Lars Maibaum), dessen Rolle in der Angelegenheit für manche Verwunderung sorgt.

Als Topustersche war Maike Mann im Einsatz. Hinter der Bühne waren Rolf Harms, Ady Baron und Peter Kruse für das „Torecht klütern“, Nina Schröder fürs Anmolen und Meta Wolke für das Instudeeren verantwortlich.

Den Zuschauern gefiel, was sie sahen und hörten. Sie spendeten eifrig Applaus. Allerdings war die Vorführung nicht ganz ausverkauft. Reißenden Absatz fanden einmal mehr der selbstgebackene Kuchen und der Kaffee in der Pause der Aufführung.