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NWZonline.de Nachrichten Kultur

DFB doch noch mit Titel

25.08.2018

Dortmund Den WM-Titel haben sie nicht geholt, die deutschen Fußballer. Doch am Freitag ist der Deutsche Fußballbund (DFB) mit einem anderen Titel ausgezeichnet worden: Er ist zum „Sprachpanscher des Jahres 2018“ gekürt worden. Sein Motto „Best never rest“, mit dem der Verband zur WM-Verteidigung in Russland angetreten war, klinge wie die ungelenke Formulierung eines russischen Englischschülers im ersten Lernjahr, begründete der Verein Deutsche Sprache in Dortmund die Negativ-Auszeichnung. Auch der Aufdruck „Germany“ auf verschiedenen Kleidungsstücken sei oft moniert worden, hieß es.

Auf den zweiten Platz setzten die Mitglieder des Vereins die Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen, die ihre Projekte gern fremdsprachlich benenne („Let’s play Germany“). Es folgt der Einzelhändler Lidl, der seine deutschen Kunden mit Slogans wie „Mum’s fashion“, „color is beautiful“ oder „you’ve got the power“ anspreche. Auf den Plätzen vier und fünf landeten der Textilverkäufer C&A („Hello sunshine/hello smile“) sowie die Siemens AG mit ihrem Leitspruch „Ingenuity for Life“, der wohl auf den Erfindergeist von Werner von Siemens anspielen solle.

Der Vereinsvorsitzende, der Dortmunder Wirtschaftsprofessor Walter Krämer, kritisierte fehlenden Mut des DFB zur Nutzung der deutschen Sprache. Er verwies darauf, dass die kroatische Nationalmannschaft nicht das englische Croatia, sondern Hrvatska auf ihren Trikots verwendet habe. Jetzt wisse der Rest der Welt, wie man Kroatien in der Landessprache schreibt.

2017 war die Evangelische Kirche Deutschlands zum Sprachpanscher gewählt worden, weil sie das Erbe Martin Luthers mit „godspots“ und „seltsamen Genderisierungen alter deutscher Liedertexte verunglimpft“ habe. Zu den bisherigen Titelträgern zählen die früheren Bahnchefs Hartmut Mehdorn und Johannes Ludewig, die Politiker Klaus Wowereit („Be Berlin“) und Ursula von der Leyen, Postchef Klaus Zumwinkel, Ex-Telekom-Chef Rene Obermann und Obermanns Vorvorgänger Ron Sommer, der den Reigen der Sprachpanscher im Jahr 1998 eröffnet hatte. Auch der Duden wurde schon gewählt.

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