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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Goethes und Schillers Worte vor dem Müllhaufen bewahren

08.09.2018

Dortmund /Oldenburg Final Sale und Welcome, Kick-off, Keeper, Shortlist und Top-Seller, Highlight und Event: Kein Wunder, dass der Verein Deutsche Sprache 2001 den „Tag der deutschen Sprache“ ins Leben rief. Der findet seitdem jährlich jeweils am zweiten Samstag im September statt. Der Hintergrund: Der rührige Verein erklärte sämtlichen Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch regelrecht „den Krieg“.

Der 1997 gegründete Verein begeht diesen Tag deshalb gern bundesweit mit Aktionen und Diskussionen. Bemerkenswert ist der Blick auf besonders aktive Ortsgruppen – im Nordwesten finden allerdings diesmal keine Veranstaltungen statt. Aber Städte wie Dresden und Rostock planen Aktionen, um, so heißt es wörtlich, „die Sprache Goethes und Schillers vor dem Müllhaufen der Kulturgeschichte zu retten“.

Der Verein Deutsche Sprache hat seinen Sitz in Dortmund. Er zählt inzwischen – enorm stark wachsend – 36 000 Mitglieder. VDS-Vorsitzender ist Walter Krämer (69), der eigentlich Statistikprofessor in Dortmund ist.

Krämer ist seit Jahren unermüdlich für den Verein aktiv. Im Jahr 2015 – während in Deutschland händeringend Notunterkünfte für Flüchtlinge gesucht wurden – kritisierte der VDS-Vorsitzende, dass diese von engagierten Bürgern mit dem Plakat „refugees welcome“ willkommen geheißen würden.

Er, also Krämer, aber hätte sich Banner (Achtung, Anglizismus!) mit der Aufschrift „Flüchtlinge willkommen“ gewünscht. Krämer meint sarkastisch: „Schade nur, dass die Botschaft dann auch meist nur von Deutschen verstanden worden wäre.“

Krämer legt großen Wert darauf, dass auch an den übrigen Tagen des Jahres um die Reinhaltung der deutschen Sprache gekämpft wird, darunter mit einer Vielzahl von Preisverleihungen – mit Ehrungen („Kulturpreis deutsche Sprache“), aber auch mit inzwischen national vielbeachteten Schmähungen („Sprachpanscher des Jahres“).

Dr. Reinhard Tschapke
Redaktionsleitung
Kulturredaktion
Tel:
0441 9988 2060

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