Barßel - Flotte Handlung, scharf gezeichnete Charaktere, witzige Pointen und großer Humor. Das verspricht die Theatergruppe der Kolpingfamilie Barßel bei ihrem neuesten plattdeutschen Lustspiel „Drei Weibel und ein Gockel“ von Marlies Dieckhoff – ins Plattdeutsche übersetzt von Erich Koch.

Der Vorhang zur Premiere hebt sich am Freitag, 31. März, um 19.30 Uhr in der Aula im Schulzentrum Barßel. Allerdings hat die Gruppe dem Stück den plattdeutschen Titel „Dree Frolü un een Gockel“ verpasst.

„Das passt besser zu uns“, sagt Akteur Georg Hoffbuhr. Das Bühnenbild steht und die Laiendarsteller der Barßeler Kolpingfamilie proben und proben auf der Bühne, damit jeder Satz, jede Handlung und jedes Detail bis zur Premiere sitzt.

„Wenn das Bühnenbild steht, lässt sich das Stück ganz anders einstudieren. Die Bewegungsabläufe können anders geprobt werden“, so Hoffbuhr. Die Regie haben erneut Monika Böhning und Helga Loots übernommen. Die greifen schon bei den Proben ein, wenn es denn sein muss. „Ihr müsst den Zuschauern nicht den Rücken zudrehen“, ruft Böhning auf die Bühne. Die Akteure auf den Brettern der Bühne sind gelehrig.

Zum Inhalt: Auf Tante Friedas (Heike Westerkamp) Hof sind Männer nicht gern gesehen. Lena (Fenja Niemeyer) und Irma (Carina Wessels), ihre Nichten, halten sich die Männer mit einem gesunden Stallgeruch vom Leib. Anton (Thorsten Alberding), den Knecht, stört das nicht. Er spielt im Hühnerstall den Hahn und brütet Eier aus.

Kuno (Georg Hoffbuhr), der Viehhändler, versucht, seine Tochter Anni (Kerstin Kösters) bei seinen Viehverkäufen an den Mann zu bringen. Als ein Gewitter aufkommt, flüchten sich Tom (Thomas Dierks) und Ingo (Hansel Loots), Anni und die robuste Nachbarin Gunda (Ursula Hillebrand) aus verschiedenen Gründen zu Frieda.

Das Gewitter ist heftig und zwingt die Schicksalsgemeinschaft, gemeinsam die Nacht zu verbringen. Da ist das wachsame Auge von Oma Frieda, die sich mit Schnaps und Mistgabel bewaffnet hat.

Dass sich zum Schluss die Paare finden und Frieda wieder ihren Verstand zurückgewinnt, ist nicht nur dem abziehenden Gewitter zu verdanken. Denn Gunda hat alle Verführungskünste eingesetzt, um in Kuno einen adäquaten Ersatz für ihren toten Hahn und ihren abgängigen Knecht zu erhalten.