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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Klassik: Dreifaches Halleluja auf ein frühes Genie

14.12.2015

Oldenburg Wie soll man einem jungen Publikum klassische Musik nahebringen, etwa die Musik von Georg Friedrich Händel, der vor immerhin gut 300 Jahren lebte und wirkte? Die Kunstfiguren Professor Florestan (Generalintendant Christian Firmbach) und Maestro Eusebius (Thomas Honickel) schafften das mit Leichtigkeit – mit Ernst, Witz, Wissen und Clownerien: Die vielen Kinder, aber auch die Erwachsenen, lauschten beim ersten Familienkonzert der Saison im Oldenburgischen Staatstheater aufmerksam, waren kooperativ und beantworteten Fragen impulsiv und entwaffnend.

Händel wurde 1685 in Halle in Sachsen geboren und war eine echte Frühbegabung. Er brachte sich selbst das Notenlesen bei und schlich nachts auf den Dachboden, um dort heimlich auf dem abgestellten Cembalo zu spielen.

Professor Florestan brachte eine Holzkiste mit Utensilien von Händel auf die Bühne und alberte und dozierte damit durchs Konzert. Maestro Eusebius übernahm den besonneneren Part, stellte manche Flunkereien und Missverständnisse richtig. Florestan behauptete etwa, Händel habe die Hosenrolle erfunden, die es heute auch in Outdoor-Geschäften zusammengerollt zu kaufen gäbe. Eusebius beschwor die Kinder, das ja nicht zu glauben. Zu Zeiten von Händel sangen Kastraten oder Frauen in Heldenkostüm die Rollen von Herrschern oder Göttern, weil heldische Personen hohe Stimmen haben sollten. Und weil sie dafür auf der Bühne in Hosen gesteckt wurden, heißt das bis heute eben „Hosenrolle“.

Natürlich erklang die jeweils angesprochene Musik von Händel in zehn kurzen, aber aussagekräftigen Einzelstücken von der ersten Oper „Almira“ (1705 uraufgeführt) über „Wassermusik“ und „Feuerwerksmusik“ bis hin zu Händels größtem Triumph, dem Oratorium „Der Messias“.

Das Oldenburgische Staatsorchester und Hagar Sharvit, auch in der Hosenrolle des Königs Xerxes zu hören, illustrierten und vertieften das spielerisch Erlernte mit klangschönen Einzelhäppchen. Zum Schluss wurde das Publikum im Großen Haus in drei Gruppen aufgeteilt, die jeweils eine Stimme des weltberühmten „Halleluja“ aus dem „Messias“ mit Orchesterbegleitung singen mussten. Schöner und nachhaltiger kann man nicht für Händel werben.

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