DRESDEN - DRESDEN/DPA - Für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche sind bisher mehr als 100 Millionen Euro aus aller Welt gespendet worden. „Wir haben die Grenze überschritten“, sagte Baudirektor Eberhard Burger gestern. Damit wurde das Ziel, mehr als die Hälfte der Netto-Baukosten von rund 132 Millionen Euro aus Spenden zu finanzieren, weit übertroffen.

Das barocke Gotteshaus, von 1726 bis 1743 nach Plänen von George Bähr errichtet, war im Februar 1945 nach Bombenangriffen eingestürzt. Mit der Enttrümmerung der Ruine begann 1993 der originalgetreue Wiederaufbau. Die Kirche wird am 30. Oktober 2005 geweiht.

Der Innenausbau nähert sich inzwischen der Vollendung. Die Holzschnitzarbeiten sind ebenso wie der Einbau von etwa einem Drittel der insgesamt 4873 Orgelpfeifen aus Metall und Holz beendet. Auch Blasebälge, Mechanik und acht Kilometer Leitungen sind installiert. Orgelbauer Daniel Kern aus Straßburg wird vom 4. Juli bis zum 15. September täglich zwölf Stunden die Höhe der Pfeifen einzeln regulieren. Bis Ende des Monats werde zudem das Kirchengestühl fertig eingebaut.

„Wir sind im Zeitplan“, sagte Burger. Allerdings habe sich der Einbau des Gestühls verzögert. „Eigentlich sollten Ende Mai alle Arbeiten, die Schmutz und Staub verursachen, beendet sein.“ Einen festen Platz hat das aus den Trümmern geborgene Strahlenkreuz am südlichen Eingang. „Damit soll auch im Inneren die Verbindung von Altem und Neuem sichtbar sein.“ Es stehe für die dauerhafte Erinnerung an die Zerstörung und solle den Gedanken des Friedens betonen.

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www.frauenkirche-dresden.org