DüNGSTRUP - Mit der Komödie „. . . un baven wahnen Engel“ hat die Theatergruppe im Heimatverein Düngstrup einen guten Griff getan. Das turbulente Geschehen um zwei ledige, alte Schachteln, die zwar Engel heißen, sich aber keineswegs wie himmlische Wesen benehmen, kam am Sonnabend bei der Premiere in der Gaststätte Schönherr hervorragend an. Die etwa 80 Zuschauer im Saal gingen bei dieser plattdeutschen Komödie aus der Feder von Jens Exler begeistert mit und geizten nicht mit Applaus.
Ort der Handlung ist ein Mietshaus in den 60er Jahren. Dort herrscht unter den Parteien alles andere als Friede und Eintracht. Im Gegenteil: Immer wieder greifen die Hausbewohner zum Besenstiel und klopfen gegen die Decke, stampfen mit den Füßen auf dem Boden oder schlagen mit Büchern auf den Tisch, um die über- oder unterliegenden Hausgenossen ordentlich zu ärgern oder zu erschrecken. Die im Dachgeschoss wohnenden Schwestern Helene und Elvira Engel zeigen gleich in der ersten Szene des ersten Aktes, dass sie sich aufs Krach machen verstehen. Sie wollen die schönere und größere Wohnung der unter ihnen lebenden Familie Fritsche übernehmen. Zu ihrer Strategie gehört auch, dass sie zwecks Familienvergrößerung ihren Neffen Klaus bei sich als Untermieter einquartieren. Doch der entpuppt sich aus Sicht der alten Damen als Spielverderber, da er sich Hals über Kopf in die Nachbarstochter Karen verliebt. Das alles ist eigentlich schon genug Stoff für einen amüsanten Theaterabend. Aber wenn dann auch noch zwei schräge Typen, wie die stets auf ihren Vorteil bedachte Schludertasche Alma Fritsche und der um Harmonie ringende Hauswirt Babbel dazu kommen, sind Lachtränen so gut wie vorprogrammiert.
In den Hauptrollen der beiden Schwestern Helene und Elvira glänzten Ulla Debbeler und Ingrid Sander. Letztere hatte wohl die dankbarste Rolle in dem Stück erwischt, denn sie spielte die jüngere der beiden Engel-Schwestern, die sich nur zaghaft gegen das Regiment der Erstgeborenen zur Wehr setzen vermag. Dirk Depken mimte den Neffen Klaus. Ina Depken betrat als Nachbarstochter Karen die Bühne und Erich Meyer spielte ihren Vater. Heike Poppe schlüpfte in die Rolle der Klatschtante Alma Fritsche. Kurt Hagelmann verkörperte den friedfertigen Hauswirt Babbel. Alle Mitwirkenden wurden am Schluss mit tosendem Beifall belohnt. Am Sonntag gab es die zweite Vorstellung des Stücks bei Kaffee und Kuchen.
Weitere Aufführungen folgen am Sonntag, 16. Januar, um 15.30 Uhr, am Freitag, 21. Januar, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 23. Januar, um 15.30 Uhr in der Düngstruper Gaststätte Schönherr.
