DüNGSTRUP - Das Publikum erlebte eine turbulente Komödie. Das Stück wird im Januar noch dreimal aufgeführt.
von gunda ahlers
DÜNGSTRUP - „Een Pantüffelheld is een Mann, de genau weet, wat sien Fro will. Dor hört ‘nen ganzen Barg Intelligenz to“, erklärt Dirk Depken in seiner Komödienrolle als Bauer Paul Stallner seinem Bühnenfreund Jakob, gespielt von Erich Meyer. Da der genau so wie Paul unter dem Pantoffel seiner Frau steht, kann er nur zustimmend zu Pauls Behauptung „Jacob, wi twee sind gewiefte Taktiker“ mit dem Kopf nicken. Die Leute in ihrer Umgebung sehen das freilich anders. Sie bezeichnen die beiden Männer im spöttischen Sinn als Pantoffelhelden, da sie ihren herrschsüchtigen Frauen Erna und Trude (gespielt von Ingrid Sander und Ina Depken) aufs Wort zu gehorchen scheinen.Bäuerin Erna Stallner begnügt sich allerdings nicht damit, ihren Mann zu dirigieren, sondern sie versucht auch, den Lebensweg ihrer Adoptivtochter Bine (Beate Meyenburg) in die richtige Richtung zu lenken. Der soll nach dem Willen der Mutter direkt in die Arme von Otto Hacker (Heinrich Poppe) führen. Der ist zwar ein merkwürdiger alter Patron, hat aber Geld. Doch die Tochter, die in einem Hotel arbeitet, hat sich dort längst in einen Arbeitskollegen verliebt. Als sie mit ihrem Freund Peter (Werner Hagelmann) bei den Eltern aufkreuzt und die Nacht mit ihm in ihrem Zimmer verbringen will, wirft ihn die Mutter kurzerhand aus dem Haus. Die Magd Lene (Heike Poppe) hat dann die Idee, dass sich Peter als Mädchen verkleiden könne, denn gegen eine Freundin hätte die Mutter sicher nichts einzuwenden. Das Verkleidungsspiel klappt prima. Verwickelt wird die Handlung aber, als Jakob bei der vermeintlichen Freundin Feuer fängt.
Mit der Aufführung dieses Stückes aus der Feder von Wilfried Reinehr in einer plattdeutschen Fassung von Petra Giese sorgte die Speelkoppel Düngstrup am Sonnabend und Sonntag für Heiterkeitsausbrüche beim Publikum im Saal der Gaststätte Schönherr.
Das Stück wird am Sonntag, 8. Januar, und am Sonntag, 15. Januar, jeweils um 15 Uhr sowie am Freitag, 13. Januar, um 20 Uhr erneut aufgeführt.
