Dünsen - „Ich finde, es gehört zum guten Ton, einander zum Beginn eines neuen Jahres gute Wünsche auszusprechen“, sagte Ralph Altendorf, Vorsitzender des Heimatvereins Dünsen, am Sonntagnachmittag in Düsen. Dann schüttelte er wieder die Hände der ankommenden Besucher, die sich den ersten Neujahrsempfang an der Zufluchtskirche im Ort nicht entgehen lassen wollten.
„Wir dat Dörp Dünsen“
Altendorf und sein Vorstandsteam haben es sich auf die Fahnen geschrieben, mit neuen Veranstaltungen für Jung und Alt frischen Wind ins Dorfleben zu bringen und letztendlich auch so mehr Zusammenhalt in Dünsen zu erwirken.
Dazu gehört auch die Aktion mit sechs Aufstellern, die den neuen Slogan „Wir dat Dörp Dünsen“ tragen. „Immer, wenn wir eine Veranstaltung anbieten, dann stehen die Schilder an markanten Punkten in Dünsen. Dann weiß jeder, es ist wieder etwas los hier bei uns.“
Wie zum Beweis dreht sich der Vorsitzende um und zeigt auf den Eingang zur Zufluchtskirche und damit auf das Banner mit dem Slogan über der Tür. „Das hier ist heute eine gute Gelegenheit, ohne Zwang mit allen bei Heißgetränken und Berlinern ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig bieten wir der Jugend auch etwas mit der Neujahrsgrußkarten-Aktion an“, erklärte Altendorf weiter.
Angedacht war eigentlich ein Luftballonweitflugwettbewerb. „Davon haben wir dann aber aus Umweltschutzgedanken Abstand genommen.“ Es sei schon vorgekommen, dass Vögel sich in den Schnüren verhedderten oder die Luftballonhüllen die Natur langfristig verschmutzen. „Deshalb haben wir uns vom Vorstand umentschieden. Statt gasgefüllter Ballons gibt es welche mit Luft und dazu für jedes Kind eine Dose zum Seifenblasen.“
Vier Preise waren für die Kinder ausgelobt worden. Die Gewinner zog Bürgermeister Hartmut Post aus der Box mit den Neujahrsgrußkarten, die die Kinder bemalt und beschriftet in den Karton eingeworfen hatten. Den ersten Preis, eine Freikarte fürs Rosenfreibad von der Samtgemeinde, ging an Philip Kreuz. Weitere Gewinnerin war Sophia Beier, sie gewann eine Eiswaffel mit so vielen Kugeln darauf, wie es möglich ist. Jeweils einen Gutschein gab es für Rachel Dinter und Elias Albrecht.
An die Kinder gedacht
Gut organisiert fand Hartmut Post den Nachmittag: „Ich freue mich über diese gute Idee und vor allem auch für die Kinder, die bei diesem Fest nicht vergessen wurden.“ Das sei besonders wichtig, damit sich die Kinder untereinander besser kennenlernen würden. „Wir haben eben nur noch den Kindergarten und keine Grundschule mehr in Dünsen.“ In lockerer Runde klang der Neujahrsempfang aus. Und wie es schließlich durch die Bank zu hören war, sollte der dieser auch im kommenden Jahr wieder aufgegriffen werden.
