DüSSELDORF - Die öffentlich-rechtlichen Sender sind bei der Vergabe der Grimme-Preise wieder die großen Gewinner. Sie haben zehn der zwölf Auszeichnungen eingeheimst. Die Privatsender Pro 7 und Sat.1 erhielten für „Dr. Psycho“ und „Fröhliche Weihnachten“ gleich beide Preise im Wettbewerb Unterhaltung.
„Es sind die Privaten, die bei der Unterhaltung wieder die Akzente setzen“, so der Direktor des Adolf-Grimme-Instituts, Uwe Kammann, bei der Bekanntgabe der Gewinner. Für den Fernsehfilm sei es „ein besonders starkes Jahr“ gewesen. „Wir hatten mindestens zehn Filme, die diesen Preis verdient hätten“, so Jurymitglied Richard D. Precht. Jedoch waren im Bereich Fiktion nur fünf Auszeichnungen zu vergeben. So schrammte die WDR-Produktion „Contergan“ knapp an einem Preis vorbei. Die Grimme-Verleihung ist am 4. April in Marl geplant.
Bereits zum siebten Mal kann sich Erfolgsregisseur Dominik Graf über die Ehrung freuen. Diesmal machte sein Thriller „Eine Stadt wird erpresst“ (ZDF/Arte) das Rennen. „Ein Glanzstück“, so Kammann. Zu den anderen erfolgreichen Beiträgen der Öffentlich-Rechtlichen zählt die ZDF-Serie „KDD – Kriminaldauerdienst“ mit Manfred Zapatka.
Die Jury prangerte erneut an, dass die Sender bei der Unterhaltung auf bewährte Formate oder kopierte Ideen aus dem Ausland setzten. Als wohltuende Ausnahme prämierte das Grimme-Institut die Comedy-Krimiserie „Dr. Psycho“ auf Pro 7.
Alle Preise:
www.grimme-institut.de
