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NWZonline.de Nachrichten Kultur

„Düsterwater“ Teil 10

21.03.2017

Oldenburg „Och, kumm, Rita, nu wees man nich düll, dat weet doch elkeen, dat du wat mit en Keerl harrst. Wi sünd blot nich dorachter komen, mit wecke. De sien Naam klung bold so as de Stadt, ut de Se komen, Herr Kommissar.“

„Cloppenbörg?“, froog Glöckner spannt.

„Nee, nich Cloppenbörg, man bold so – of was dat …“

„Du tüünst ja, de heetde Oldendorp, van Oldendorp, dat weet ik noch heel wisse“, see de Keerl, de tegen hum satt, „ik hebb mi nämlik maal en Sett mit hum unnerhollen, as he up sien Eten wachtde. Do hett he sük vörstellt. De Familje keem van Holland. He studeerde Spraken, hett he vertellt, an de Uni in Göttingen.“

„Dat weten se noch, na so lange Tied?“ froog Glöckner verbaast.

„Mutt ik woll – was en nett Jung, he hett mi do en paar Sluck un Beer utgeven. Kunn süllst man nich völ of“, he gniffelde, „strumpelduun was he. Ik hebb hum noch na Huus brocht, dat heet, na Kuhlmanns Huus, wor he sien Kamer harr.“

„Is ja klaar, dat du di dat murken hest, dat du Sluck un Beer kregen hest. Wenn du man wat to supen hest, Otto Schultze.“ Rita was vergrellt un leet dat ok marken.

„Kuhlmann wohnt in de Hauptstraat, nich? In wecke Richt? Na Barßel to of na Bollingen? - Wat bün ik schüllig?“ wull de Kommissar van Rita weten un truck sien Knippke ut de Büx.

„Dree Euro fievtig, Herr Kommissar. Kuhlmanns wohnen glieks dor rechts runner, tegen de Supermarkt“, wees se na de Utgang, „wenn Se hier ut de Dör komen, könen Se dat Huus good sehn. Vörn an de Gevel hangt en Schild mit de Naam, un vör dat Huus stahn Denkmalstenen. Se könen dor nettso good to Foot hengahn.“

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Johannes Kuhlmann und Söhne, Bestattungen aller Art – so stunn dat up dat utbleekde Schild an de Gevel van dat rode Klinkerhuus. Glöckner bleev stahn un bekeek sük de Denkmalstenen, de dor upriegd an de Tuunpadd stunnen. En paar lüttje Mustergrafften sullen de Lü wiesen, wo man en Grafftstee gestalten kunn. Ok de Stenen drogen verscheden Inschriften un Figuren, as Engels, Palmbladen of Krüzen, deelwies sogor mehrere Saken upmaal.

As de Kommissar up de Dör ankeem, gung de open, un en Jungkeerl um de daartig Jahr froog hum, wat he för hum doon kunn.

„Kommissar Glöckner“, see he un hull de Utwies hen. „Ik mutt mit Johannes Kuhlmann snacken. Se sünd well?“

„Ik bün Jens Kuhlmann. Se menen seker mien Vader, man de is jüst wegfahren, wat to besörgen. Weet nich, wennher he weer dor is. Geiht dat um de Liekenfund in de Kanaal?“

Glöckner nickoppde blot.

„Wenn Se en beten Tied hebben, könen Se ok bi mien Moder in de Köken töven. Dat dürt seker nich lang. He wull blot na de Genossenschaft. Komen Se man, hier lang.“

He gung vöran um de Huuseck to. En grote overdackte Terrasse was umstellt mit hoge Blömenkübels vull knallrood bleihende Geranien, Petunien un Salvien, dortüsken rankde Efeu un Wiehrook andaal. Jens Kuhlmann hull Glöckner de Dör open un nögde hum rin. In de Köken satt en ollerde Froo in en Kittelschörte un schillde Tuffels. In de Kumm up hör Schoot ringelden sük al en bült Schillen. De Fievliter-Emmer up de Tafel was al over Halv vull mit gele Tuffels. Se keek verwunnert up, as de Kommissar rin keem.

„Moder, kann de Kommissar hier bi di up Vader töven? Pastor Rödel hett mi Bescheed seggt, ik mutt een ofhalen.“

„Well is denn doot?“

„Rikus Möhlenkamp hett utleden.“ Se nickoppde un nögde de Polizist:

„Komen Se man rin, Herr Kommissar. Mien Keerl sall woll futt weerkomen. - Mögen Se en Koppke Tee?“

„Weest bedankt, man ik hebb nett bi Frau Stern en lecker Tass Koffje drunken.“

„Denn wesen Se man blied. Wenn Se Tee drunken harren, weren Se seker nich so tofree. Tee maken kann de Froo nich, ofwoll se hier geboren is. De kummt nämlik van Köln, is dorhen heiraad. Se hett hör Keerl bi de Karneval kennen lehrt un is futt dorbleven. Ik glöv, an de Twintig was se do. As hör Keerl en paar Jahren later an en Hartinfarkt stürven is, do is se weer na hier trucken. He hett hör sovöl achterlaten, dat se de olle Klause kopen kunn. Se hett de recht weer upschiert, nu is dat al siet Jahren en Goldgruuv. Hett jümmer völ to doon, meesttieds Keerls, de van de Arbeid komen, of Huuslopers. De overnachten dor ok heel geern. Rita kümmert sük good um hör, kann man seggen.“

De lesde Satz harr se mit en fiene Smüstern seggt, so dat he en besünner Bedüden kreeg, un de Kommissar haakde ok futt na.

„Wat menen Se mit „good kümmern“, hett se denn buter Eten un Drinken noch mehr daan?“

„Ik meen, se hett sük Dag un Nacht kümmert, Herr Kommissar. Hören Se ruut, wat se willen.“

„Hett se sük ok um de Student – äh – kümmert, de vör fiev Jahr bi Jo Keerl uthulpen hett?“, förskede de Kommissar un keek hör in de Ogen.

„Dat würr mi nich wunnern“, gaff se torügg, „man dat mutten Se hör süllst fragen.“

En Geländewagen hull vör’t Kökenfenster. Hannes Kuhlmann steeg ut un keem up de Kökendör an. Verwunnert keek he de Kommissar an, smeet sien Froo en scheve Blick to, truck de Jacke ut un leet sük up en Stohl fallen.

„Noch mehr Fragen?“, gnurrde he, „Of sünd Se blot to Tee drinken komen?“

„Och, Hannes, wat sall denn dat, wees doch nich so grantig“, see Mariechen koppschüddelnd, „de Kommissar maakt doch blot sien Arbeid.“

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