DUISBURG - Eine Woche nach der tödlichen Massenpanik auf der Loveparade in Duisburg haben Politiker schnelle Hilfe für die Angehörigen der Todesopfer und die Verletzten zugesagt. Bundespräsident Christian Wulff schlug zur Aufarbeitung des Unglücks das Einsetzen eines Ombudsmanns und die Gründung eines Hilfsfonds vor. Wulff legte dem Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) indirekt einen Rücktritt nahe.
Am Sonnabend gedachten in Duisburg tausende Menschen der Opfer des Unglücks. Die zentrale Gedenkfeier in der Salvatorkirche wurde auch in das Duisburger Fußballstadion sowie auf Leinwände in zwölf weiteren Kirchen in der Ruhrgebietsstadt übertragen. Die Loveparade sei durch das Unglück zu einem Totentanz geworden, sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, bei der Trauerfeier, die er gemeinsam mit dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck leitete.
Am Sonntag gedachten etwa 1000 Menschen in Duisburg mit einem Spenden-Trauermarsch der Opfer der Loveparade. Mit dem Spenden-Trauermarsch wollen die Veranstalter eine Gedenktafel mit den Namen der Opfer finanzieren.
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