Rastede - New York der 1930er Jahre: Die beleuchteten Theater in den Straßen Manhattans zogen die Menschen magisch an. Viele Künstler strebten danach am Broadway ihren großen Durchbruch zu feiern. Einer, der es geschafft hat, ist George Gershwin. Seine Musik versprüht auch heute noch den Glanz der amerikanischen Stadt. Dieses Flair ging auch vom Spiel des Duo Riul in Gershwins „Drei Preludien für Klarinette und Klavier“ aus.

Mit diesem und weiteren modernen Stücken waren Klarinettist Sebastian Manz und Pianist Martin Klett als Duo Riul in Rastede zu Gast. Beim 21. Rasteder Frühlingskonzert des Lions Club Rastede erklangen amerikanische und südamerikanische Rhythmen und Melodien aus dem 20. Jahrhundert. Die Einnahmen des Benefizkonzertes in der Neuen Aula der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede sind vor allem für Jugendprojekte des Lions Clubs bestimmt. So wird die Förderung von Kindern mit Lese-Rechtschreibschwäche bereits seit einigen Jahren unterstützt. Auch Sprachunterricht und spezielle Förderkurse für Flüchtlingskinder der KGS Rastede sollen von den Spendengeldern finanziert werden.

Die beiden Musiker kokettieren beim Spielen mit dem Publikum. Mit Leichtigkeit ließen sie den letzten Satz von Gershwins drei Preludien erklingen. Die Blue Notes in der Klarinette sorgten für einen spritzigen Blues Klang. Etwas ruhiger wird der Blues in Alec Tempeltons „Pocet Size Sonata Nr. 1“.

Gebannt lauschten die Zuhörer den charmanten, witzigen Erklärungen der beiden Musiker zu Entstehungsgeschichte und Kontext der Stücke. Steve Reichs „New York Counterpoint“ für Klarinette und Tonband bedurfte einer Erklärung der technischen Umsetzung. Manz hatte mit zehn verschiedenen Klarinetten Sequenzen des Stückes eingespielt und spielte die elfte Stimme zur Aufnahme live dazu. So entstand ein komplexes Bild, das die Zuhörer in den Bann zog.

Das Duo Riul wechselt mühelos zwischen den verschiedenen Stimmungen. Aaron Coplands „Konzert für Klarinette und Klavier“ lebte von Spannungen. Sebastian Manz setzte mit unterschiedlichem Luftdruck in seiner Klarinette Akzente, drückte nach und lies die Töne ganz sanft verklingen.

Im letzten Satz überschlug sich das Duo Riul fast beim Spielen. Trotz der Rasanz waren beide rhythmisch auf den Punkt. Mit einer feurigen Samba aus Darius Milhauds „Saramouche“ beendete das Duo Riul das Konzert.