DWERGTE - Wiederbelebt werden soll die in Vergessenheit geratene Tradition der Waldmesse in Dwergte. Als der Cloppenburger Revierförster Hermann Boyer die nur wenigen Ortskundigen bekannte Lichtung zum ersten Mal sah, hatte er sofort den Wunsch, sich um eine Neuauflage der Gottesdienste zu bemühen.
Einzigartiges Gelände
Der Ort hat etwas Besonderes, ist sich Boyer sicher. Dort könnten Gläubige in Ruhe vor dem Alltag in sich gehen, und die Armut spüren, die während der „Markenteilung“ und der Aufforstung des Dwergter Sandes in diesem Gebiet herrschte. Die 1833 gepflanzten Kiefern, die am Rand des Platzes stehen, sowie der sandige Boden stellen stumme Zeugen dieser Zeit dar.
Vor 50 Jahren beschritten junge Geistliche, vor allem aus der Cloppenburger St.-Andreas-Gemeinde, gemeinsam mit dem damaligen Revierförster Heinz Gropp neue Wege. Gropp legte den Platz an der eiszeitlichen Düne im Dwergter Sand an, und ließ das vom Sägewerk Otto Bäker (Molbergen) gestiftete Eichenkreuz errichten. 1972 sorgten ein Sturm und Windbruch für das Aus der Waldmessen: Waldbrandgefahr, so die offizielle Begründung.
Viel Arbeit vor Ort
Für die erste „neue“ Waldmesse am Sonntag, 30. August, ab 10.30 Uhr, mit Pfarrer Dr. Dirk Költgen (Bethen) wurde der Platz vom Unterholz gereinigt, das Kreuz erhielt einen neuen Anstrich, und ein Findling aus der Försterei ersetzt den ehemaligen Holzaltar. Zudem bieten einige Bänke Sitzplätze. Das Stapelfelder Parforce-Ensemble sorgt bei der Feier aus der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Wald“ für Musik.
Die Zufahrt ist von Dwergte und Petersfeld aus beschildert. Bei gutem Wetter bieten sich eine Wanderung oder eine Fahrradtour an.
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