Edewecht - E-Books sind der Trend, wobei das traditionelle Buch aus Papier noch immer seinen besonderen Charme besitzt. In der Evangelischen öffentlichen Bücherei „Bücherkeller“ Edewecht gibt es das Angebot des digitalen Buches zwar noch nicht. Es werde aber an der Überlegung gearbeitet, E-Books anzuschaffen, wie die Mitarbeiterin Angelika Neumann betont.
Die Nachfrage ist schon da, führt Neumann weiter aus. Wann eine Erweiterung des Sortiments mit E-Books angegangen wird, kann sie allerdings nicht sagen. Für Entleiher, die am Sonnabendvormittag den Weg in den „Bücherkeller“ fanden, sind die elektronischen Bücher allerdings kein Thema. Felix Busse aus Portsloge bevorzugt das Papier. „Da habe ich etwas in der Hand und kann darin blättern. Ein Buch aus Papier ist einfach schöner.“
Allerdings hat Angelika Neumann festgestellt, dass die Ausleihe von Sachbüchern bei Erwachsenen rückläufig ist. „Deshalb haben wir vor gut eineinhalb Jahren Zeitschriften in das Programm mit aufgenommen, was bisher gut angenommen wurde.“ Während die Bücher maximal vier Wochen ausgeliehen werden können, dürfen die Zeitschriften nur bis zu zwei Wochen genutzt werden. „Anders als Bücher verlieren Zeitschriften an Aktualität.“
Insgesamt 1500 Entleiher, davon mehr als 1000 Kinder bis zwölf Jahren, nutzen das Angebot des „Bücherkellers“ Edewecht mit seinen knapp 8000 Medien. „Unser Schwerpunkt sind Bücher für Kinder und Kleinkinder“, so Neumann. Dabei zeigen sich die insgesamt drei Kräfte, die im „Bücherkeller“ arbeiten, ausgesprochen mobil. So werden wöchentlich insgesamt fünf Kindergärten und zwei Schulen in der Gemeinde aufgesucht, um vor Ort Bücher zu verleihen und damit das Lesen zu fördern.
Für Felix Busse ist das Leseverhalten nicht von der Jahreszeit abhängig. „Im Sommer wird im Urlaub mehr gelesen. Dann ist auch die Zeit dafür da.“ Was Angelika Neumann allerdings feststellen konnte, ist, dass im Winter mehr Gesellschaftsspiele, die neben Büchern, Hör-CDs und DVDs ausgeliehen werden, nachgefragt sind.
