EDEWECHT - So gut angenommen wie nie zuvor wurden die täglichen Aktionen von „Der lebendige Adventskalender“ in diesem Dezember. „Fast alle unserer Angebote waren voll“, kann Christina van Düllen stolz zu Protokoll geben.
Ein Erfolg, der vor allem auf ihren hingabevollen Einsatz zurückzuführen ist. Denn seit Diakon Volker Austein die ev.-luth. Kirchengemeinde Edewecht verlassen hat, kümmert sich die 64-Jährige alleinverantwortlich um die Organisation der beliebten Initiative, mit der sich insbesondere Kinder die Wartezeit auf Weihnachten vertreiben. „Das Schönste an den Aktionen ist, dass man Kinder zusammenbringt, die sich sonst vielleicht nie treffen würden, und sie gemeinsam für eine Sache begeistern kann“, sagt sie.
Die alleinige Verantwortung für den „lebendigen Adventskalender“ – die Planungen begannen bereits im Oktober – zu haben, ist für die gebürtige Husbäkerin kein Problem. Denn Erfahrung hat sie zu genüge: Alles begann mit einem Spielkreis, den sie zunächst in Süddorf, dann in Scheps übernahm. Später war sie Betreuerin bei diversen Kinderfreizeiten, rief eine Mädchengruppe und einen Mutter-Kind-Kreis ins Leben. „Seit 20 Jahren wirke ich an Projekten mit“, fasst sie ihr bisheriges Engagement zusammen.
Schon früh sei sie christlich geprägt worden, nahm an Kindergottesdiensten teil und trat als Jugendliche dem Kirchenchor in Süddorf bei. Stimmlich eingebracht hat sie sich schon beim Gospelchor. Und im Edewechter Kirchenrat saß Christina van Düllen, die drei eigene Kinder und vier Enkel hat, auch bereits.
„Da ich so viel gemacht habe, kenne ich auch entsprechend viele Leute“, sagt sie. Dies habe geholfen, Mitwirkende für die Adventskalender-Initiative zu finden.
Nicht immer einfach sei es hingegen gewesen, Kinder für eine Teilnahme zu gewinnen. „Es fällt Eltern natürlich schwer, die Kinder bei Fremden abzugeben, zumal das Projekt anfangs noch nicht so bekannt war“, blickt sie zurück. Dies habe sich aber in den vergangenen vier Jahren, in denen es den „lebendigen Adventskalender“ in Edewecht nun schon gibt, grundlegend geändert. Volle Anmeldelisten in der diesjährigen Vorweihnachtszeit sind nur ein Beleg dafür – weitere die glücklichen Gesichter der Kinder und die zufriedenen Eltern, die den Nachwuchs mit einem guten Gefühl bei den einzelnen Angeboten abliefern können.
