EDEWECHT - Die Zuschauer waren total begeistert: Minutenlanger Applaus brandete nach einem gut zweieinhalb Stunden andauernden Konzert auf das Sinfonische Blasorchester Oldenburg nieder. Mit dem Auftritt der Gruppe in der Aula der Außenstelle des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht in Edewecht präsentierten die Edewechter Kunstfreunde einen gelungenen Jahresabschluss.

Vor 19 Jahren wurde das Sinfonische Blasorchester Oldenburg, dem zurzeit über 50 Laienmusiker jeden Alters angehören, gegründet. Unter der Leitung des Dirigenten Rafael Rötzer werden dabei die unterschiedlichsten Musikrichtungen dargeboten. Von klassischer Musik über symphonische Blasmusik bis hin zu Pop- und Filmmusik sind alle Genres vertreten.

Am Sonnabend legte das Orchester seinen Schwerpunkt auf Film- und Musicalmusik. Dabei bewiesen die Musiker, die übrigens zum ersten Mal in Edewecht auftraten, dass sich ein Blasorchester und Violine nicht ausschließen müssen. Zu der Filmmusik von „Schindler's Liste“ trat die Bremer Violinistin Vera Marreck als Solistin auf. Bei diesem speziellen Arrangement, so Jürgen Schlömer, Sprecher des Orchesters, sollte jedem Besucher demonstriert werden, dass ein Blasorchester so leise spielen kann, dass die Violine gehört wird. Die vielen Zuhörer in der Aula des Edewechter Gymnasiums waren aber nicht nur von diesem Stück angetan. Die Ausdruckskraft und die Spielfreude der Musiker übertrugen sich schnell auf die Gäste. Sie ließen sich gern auf eine emotionale Traumreise durch ein halbes Jahrhundert Musical- und Filmmusik mitnehmen.

Die Verbindung zwischen den Edewechter Kunstfreunden und dem Blasorchester Oldenburg stellte Eckhard Haase her, der seit gut vier Jahren als Musiker der Gruppe angehört. Der Vorsitzende der Edewechter Kunstfreunde, Jack Morin, nahm das Angebot dankend an. Mit der Aula fanden die Musiker optimale Bedingungen vor. Die Bühne bot dabei nicht nur Platz für das 50-köpfige Orchester, auch die Akustik war laut Schlömer hervorragend. „Auf diesen Veranstaltungsort kann die Gemeinde wirklich stolz sein.“