EDEWECHT - Seit zwei Jahren leitet Manfred Saathoff in Edewecht das Rock-Pop-Jazz-Projekt, ein Mix aus Big-Band-Blasorchester und Musikband. Montags treffen sich Musikinteressierte im „Haus der offenen Tür“, um ihrer Leidenschaft, der Musik, nachzugehen.
Dieses Projekt oder auch „Übungswiese“, wie Manfred Saathoff sagt, lockt aber nicht nur Musikerinnen und Musiker aus Edewecht an, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden und sogar aus den benachbarten Landkreisen. Derzeit beteiligen sich insgesamt 31 Frauen und Männer aktiv an diesem Projekt.
Für den letzten Probeabend vor der Weihnachtspause traf sich die Gruppe zur Probe mit gemütlichen Beisammensein. Krankheitsbedingt musste der Mitspieler aus Papenburg absagen. Andere Ensemble-Mitglieder fuhren trotz winterlicher Bedingungen 20 Kilometer oder mehr, um auch an diesem Abend nicht zu fehlen.
Recht hohes Niveau
Gerade diese Verlässlichkeit und die Verantwortung, die anderen Orchestermitglieder bei den Proben nicht allein zu lassen, begeistert die „auswärtigen“ Mitglieder. „Auch wenn uns das Spielen in dieser Gruppe sehr viel Spaß macht, nehmen wir die Proben sehr ernst. Wir nehmen uns in die Pflicht, zu erscheinen, weil wir das Ziel haben, mit gut einstudierten Musikstücken irgendwann unser eigenes Konzert geben zu können“, erklärt Wilfried Bloch. Der Wiefelsteder gehört dem Projekt seit der Gründung vor rund zwei Jahren an. Damals waren seine musikalischen Kenntnisse – Bloch spielt ein Tenor-Saxofon – noch nicht so ausgeprägt. Im Laufe der Zeit habe er sich aber dem recht hohen Niveau der Gruppe angepasst.
Für Doris Brender aus Wehnen ist das Rock-Pop-Jazz-Projekt ein angenehmer Kontrast zu ihrem musikalischen Engagement im Sinfonischen Blasorchester Oldenburg. Im Rock-Pop-Jazz-Projekt würden auch rockigere Lieder eingespielt, die ihr besonders gefielen. Mit zwei weiteren Musikern aus Ofen fährt sie regelmäßig zu den Proben nach Edewecht.
Wie Doris Brender erlebt auch Thomas Petersen aus Rastede die besondere Gemeinschaft und Lockerheit in dieser Gruppe als ausgesprochen positiv. Der Schlagzeuger hat sich auch dem Ensemble angeschlossen, weil er hier frei aufspielen könne und ihm die Musikrichtungen sehr gut gefielen. Wie die anderen Befragten auch, möchte er gern länger in dem Edewechter Projekt aktiv bleiben und wünscht sich bald einen Konzertauftritt.
Repertoire erarbeiten
Kleinere Auftritte wie im Februar beim Kirchenmusiktag in Westerstede seien bereits eingeplant, wie Manfred Saathoff betont. Ein eigenes Konzert werde erst dann geplant, wenn das Leistungsvermögen für ein entsprechend großes Repertoire an Musikstücken vorhanden sei. Aber daran werde fleißig gearbeitet.
